Nairobi Nursery März 2016

Dienstag, 1. März 2016
Heute war es früh am Morgen bereits sehr sonnig, und die Babys konnten sich ihren älteren Artgenossen recht zeitig draußen im Busch anschließen. Sie spielten alle schön miteinander. Nur Rapa hatte mit den älteren Mädchen zu kämpfen, weil diese ihn nicht zu den Kleinen lassen wollten. Immer wenn er sich einem von ihnen näherte, wurde er von Roi, Kamok, Dupotto, Mbegu oder Oltaiyoni wieder weggeschickt. Oltaiyoni war von allen am strengsten mit ihm und nahm ihre Aufgabe, die kleinen Babys zu beschützen, sehr ernst. Sie scheuchte ihn immer wieder zur Gruppe der älteren Jungs Balguda, Sokotei, Enkikwe und Olsekki, die in einigem Abstand zu den älteren Kühen mit den Babys grasten. Die Mädels blieben bis zur öffentlichen Besuchsstunde bei den Babys, dann mussten sie zur Fütterstelle aufbrechen, wo sie ihre Milch bekamen.
Murit ist wirklich ein sehr netter und höflicher Junge, und manchmal wird er von den anderen geärgert. Sogar die jüngeren, wie Lasayen und Godoma, schubsen ihn manchmal herum, obwohl er älter als sie ist! Heute bei der Besuchsstunde schob Godoma Murit von der Wassertonne weg, aus der er gerade soff. Später schubste Lasayen ihn von den Besuchern weg, mit denen er gerade spielte, sodass er beinahe hinfiel. Glücklicherweise waren die Zuschauer und ein Keeper zur Stelle und verhinderten, dass er ganz umfiel.

Rapa hat es nicht leicht mit den älteren Kühen

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Die Rettung von Galla

Der 21. März war ein besonders schwieriger Tag für uns. Zuerst wurden wir benachrichtigt, dass zwei verwaiste Elefantenbabys an verschiedenen Enden des Landes gerettet werden mussten. Eines war in einen Brunnen im Namunyak-Schutzgebiet in Nordkenia gefallen, und das andere war vermutlich ein Opfer von Wilderei im Tsavo East Nationalpark geworden, nicht weit von dem großen Felsplateau namens „Sobo“ nahe der Ostgrenze des Parks. Als ob das noch nicht genug wäre, erhielten wir kurz darauf die bestürzende Nachricht, dass einer unserer Keeper der Voi-Auswilderungsstation ganz plötzlich zusammengebrochen und gestorben war, während er mit den Elefantenwaisen draußen im Busch war. Es zeigt das immense Pflichtgefühl und die Professionalität unseres Teams, dass sie es trotzdem schafften, sehr effektiv und effizient die Rettung des jungen Kalbs zu organisieren, obwohl sie gerade erst auf so unerwartete und schockierende Weise einen Kollegen verloren hatten.

 

 

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Simotuas trauriger Tod

Gegen Ende Juni letzten Jahres kam ein Elefantenwaise zu uns, dessen Verletzungen so grausam waren, dass man sie kaum anschauen konnte. Auf der ganzen Welt hatten Menschen Mitleid mit diesem kleinen Elefanten, der auf so schlimme Weise durch Menschenhand gelitten hatte. Wir nannten in Simotua. Er musste nicht nur die unglaubliche seelische Belastung ertragen, seine Mutter und seine ganze Familie verloren zu haben, er hatte wegen seiner schlimmen Verletzungen auch große körperliche Schmerzen. Eine Speerwunde hatte ein tiefes Loch in seiner Stirn hinterlassen, und eine Schlinge hatte sich durch das Fleisch seines rechten Vorderbeins bis auf die Knochen geschnitten. Doch Simotua war ein sehr tapferer kleiner Elefant, der die täglich nötigen Behandlungen stoisch über sich ergehen ließ. Er verstand, dass es so sein musste, wenn es für ihn Chancen auf Heilung geben sollte.

Die Schlinge wird entferntDraußen im Busch mit den anderen Waisen

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Voi Februar 2016

Montag, 1. Februar 2016
Es war ein wunderbarer Morgen, als die Waisen in der Morgendämmerung in Spiellaune aus ihren Gehegen kamen. Sie schlangen ihre Milch hinunter, bevor sie auf dem Gelände Fangen spielten. Tundani jagte jedem hinterher und versuchte, alle zu besteigen, während Nelion in das Gehege zurückkehrte, um sich den juckenden Hintern an den Metallpfosten zu kratzen. Suswa begrüßte ihre beste Freundin Arruba herzlich und legte ihren Rüssel auf Arrubas Rücken. Mudanda und Elkerama schienen in ihren Gehegen zufrieden zu sein und beobachteten nur durch den Elektrozaun hindurch die Aktivitäten der anderen Waisen, ohne selbst mitzumachen.
Ndii übernahm heute die Führung der Waisen. Sie grasten auf der Westseite des Mazinga-Bergs, bevor sie kurz vor Mittag zum mittleren Wasserloch gingen. Sie kamen in Fünfergruppen zur Fütterung, und Tundani, Nelion, Elkerama, Suswa und Arruba waren die ersten. Keiner der Waisen ging in das Schlammbad, sodass sie bald zum nachmittäglichen Grasen zum Voi-Fluss aufbrachen, bevor sie am Abend zu den Stallungen zurückkehrten.

Bada genießt ein Schlammbad

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Umani Springs Februar 2016

Montag, 1. Februar 2016
Umani Springs und der Wald sind für die wilden Tiere ein Paradies geworden. Auch die Elefanten kommen langsam in großer Zahl zurück, um sich in diesem geschützten Gebiet aufzuhalten, und zeigen sich vor allem in der Nacht. Als Murera letzte Nacht bemerkte, dass wilde Elefanten in der Nähe der Stallungen waren, versuchte sie, ihre Schützlinge durch Kollern zu warnen, damit sie nicht hinausgehen und ihnen folgen würden. Sie ist besorgt, dass die wilden Elefanten einige Babys aus ihrer kleinen Herde entführen könnten. Am vorigen Abend trompeteten die Elefanten im Wald sehr laut. Als Lima Lima das hörte, kollerte sie laut und wollte hinausgehen, doch ihre Gehegemitbewohnerin Quanza stellte sich ihr in den Weg, sodass sie nicht vorbei kam. Lima Lima gefiel das gar nicht, und sie stieß Quanza zur Seite. Murera ging mit bösem Blick hinüber und schubste sie mit ihren Stoßzähnen, um Lima Lima an die Regeln zu erinnern und sicherzustellen, dass sie bei den anderen Babys blieb.

Die Waisen genießen das Grasen vor dem Schlammbad

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