Die Rettung von Naseku

Der Kenya Wildlife Service meldete uns am 2. November, dass ein junges Elefantenkalb gerettet werden musste, da es verwaist war. Die Aufklärer des Namunyak-Schutzgebiets in Nordkenia hatten das Kuhkalb aus einem Brunnen befreit und sie in ihre Obhut genommen, während sie auf Hilfe warteten. Die Wildhüter waren im Laufe der Jahre schon an vielen Elefantenrettungen in Namunyak beteiligt gewesen und wussten, wie man mit dieser Situation umgeht. Sie stellten sicher, dass das Kalb Wasser und Schatten hatte und gaben ihr keine Milch, bis unser Team mit der richtigen Mischung ankam. Die falsche Milch kann sehr gefährlich für einen Babyelefanten sein, der die fette Kuhmilch nicht verträgt. Ungefähr zur gleichen Zeit wurden wir auch von dem Funker des Lewa-Schutzgebiets informiert, der einen ähnlichen Bericht übermittelte. Das Kalb war in ein von Menschen geschaffenes Loch gefallen, und die Familie musste es tragischerweise zurücklassen, aus Angst vor den Samburu-Hirten, die jetzt mitten in der Trockenzeit die gleichen Wasserlöcher nutzen.

 

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Die Rettung von Araba

Am 19. Oktober wurden wir auf einen ernsthaft verletzten und kranken Elefanten aufmerksam gemacht. Er war auf den Ebenen zwischen Ndara und Dakota im Tsavo-East Nationalpark gesehen worden. An der Seite der Elefantenkuh blieb ihr kleines Kalb. Sie hatte mehrere schreckliche Pfeilwunden, und wegen der Blutvergiftung standen ihre Chancen auf Heilung sehr schlecht. Sie wurde betäubt, damit sie behandelt werden konnte, und das Kalb blieb in der Nähe. Als wir sie wieder aufweckten, war sie zu schwach, um aufzustehen, obwohl wir versuchten, sie mit Gurten an den Stoßzähnen dabei zu unterstützen, und schließlich starb sie vor unseren Augen.

Das Kalb mit ihrer MutterEine deutlich sichtbare Pfeilwunde
Der Elefant ist betäubtEine Pfeilspitze wird aus der Wunde entfernt
Die Elefantenkuh wird behandeltDas Kalb wird eingefangen
Das Kalb wird festgebundenDas Kalb wird ins Auto geladen
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Voi Oktober 2015

Donnerstag, 1. Oktober 2015
Es war ein wunderbarer Morgen, und es gab jede Menge Elefantenspiele an den Stallungen, nachdem die Babys ihre morgendliche Milch getrunken und Zusatzfutter gefressen hatten.
Die Wanderung zu den Weidegründen begann unter der sorgsamen Führung von Lesanju und Sinya. Die Waisen grasten um die Nordseite der Stallungen herum und ließen sich dabei Zeit, um später am Nachmittag am mittleren Wasserloch anzukommen. Die Sonne schein hell, und die Waisen hatten ein tolles Bad, bei dem sie sich abkühlten. Ndoria spielte mit viel Spaß und rollte sich im Wasser herum wie ein erfahrener Schwimmer. Das Geplansche erregte Mudandas Aufmerksamkeit, und sie kam herbei, um zuzuschauen. Schließlich forderte sie Ndoria zu einem Wettbewerb heraus, indem sie sich hinlegte und ein paar wunderschöne Rollen und Schwimmzüge machte. Sie konnte aber keine weiteren Zuschauer anlocken, da alle, inklusive Ndoria, das Wasser verließen. Nelion ging zurück, um sie aufzumuntern und blieb bei ihr, bis sie fertig war. Danach gingen sie beide zu ihren Freunden zurück, um den Rest des Tages zu grasen.

Die Waisen auf dem Weg zum Wasserloch

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Umani Springs Oktober 2015

Donnerstag, 1. Oktober 2015
Ein guter Tag begann damit, dass alle Waisen am Morgen fröhlich aussahen. Sonje ging zu dem großen Lavafelsen, der inzwischen glattgeschliffen ist und den sie als Kratzfelsen benutzen und versuchte, einige der an ihrem Körper hängenden Zecken zu entfernen. Wir besprühen die Waisen regelmäßig, doch sie wissen sich auch selbst zu helfen.
Egal wo die Waisen heute hinliefen, Lima Lima ging immer wieder mal hier- und mal dorthin, erkundete den Wald, orientierte sich und fand die Gerüche von all denen heraus, die bereits vor ihr da gewesen waren. Sie ist ein sehr aufmerksames und cleveres Mädchen. Das heiße Wetter änderte sich bald, und es kam langersehnter Regen. Es war nicht viel, aber genug, um den Staub von den Blättern zu waschen und den Tag erträglich zu machen. Während wir Keeper die Abkühlung genossen, wollten die Babys bei dem kalten Wetter nicht baden, sondern gingen nach ihrer Milchfütterung nur zum Haufen roter Erde und staubten sich ein.

Sonje kratzt sich am Felsen

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Ithumba Oktober 2015

Donnerstag, 1. Oktober 2015
Der Himmel war wolkenlos, als die Waisen heute lässig aus ihren Gehegen schlenderten. Angeführt wurden sie von Narok, die als erste hinausging. Als sie sich zum Luzernenheufrühstück begaben, bediente sich eine Gruppe wilder Elefanten an der Tränke. Heute taten die Waisen scheinbar alles paarweise. Nachdem sie das Luzernenheu gefressen hatten, gingen Shukuru und Barsilinga zusammen Wasser saufen. Sobald die Waisen im Busch waren, schloss sich Kanjoro mit Bongo zusammen, um weit weg von den Anderen zu fressen. Sities graste mit Garzi, während Turkwel sich mit Kainuk zusammentat.
Als der Tag fortschritt, kletterten die Temperaturen immer weiter. Lemoyian und Kithaka suchten Schutz unter einem Baum mit viel Schatten. Zur Schlammbadzeit schlossen sich drei wilde Bullen den Waisen an. Sie badeten gemeinsam und teilten sich später Wasser aus der Tränke. Shukuru und Orwa kratzten sich, nachdem sie gesoffen hatten, am gleichen Baum, während Suguta und Turkwel ihre Ohren an einem anderen Baum schuffelten. Unsere Wasserratte Bongo hatte noch nicht genug gebadet und ging noch einmal in das Schlammloch, als seine Freunde bereits Richtung Kalovoto aufbrachen. Suguta kam an einem Ast vorbei, den ein wilder Elefant fallengelassen hatte. Sie hob ihn auf und begann, ihn zu entrinden. Die Waisen verteilten sich weit, damit jeder das beste Grün finden konnte. Narok und Shukuru verbrachten den gesamten Nachmittag damit, zusammen zu fressen.
Um 17 Uhr an Nachmittag sammelten die Keeper die Waisen zusammen, doch zu ihrer Überraschung fehlten Kanjoro und Bongo. Sie suchten sie und riefen nach ihnen, doch es kam keine Antwort. Die Keeper entschieden, die restliche Gruppe zu den Stallungen zurückzubringen und danach die zwei fehlenden Jungs zu suchen. Die Suche dauerte bis zum Einbruch der Dunkelheit, dann gaben die Keeper erst einmal auf, da sie nichts mehr sehen konnten. Spät in der Nacht brachte dann Rapsu Bongo und Kanjoro zurück. Scheinbar hatten die beiden Jungs ihn am Nachmittag getroffen, ohne dass die Keeper es bemerkt hatten und waren auf eine kleine Spritztour mitgegangen.
Am Abend besuchte eine wilde Elefantenherde die Stallungen, um Wasser zu saufen. Eines der Mitglieder hatte eine Wunde auf dem Rücken, die schon fast verheilt war und wahrscheinlich von einem Speer stammte.

Kanjoro frisst Luzernenheu

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