Nairobi Nursery Dezember 2014

Montag, 1. Dezember 2014
Ziwa wurde gestern abend während eines Gewitters vom Rest der Gruppe getrennt, und obwohl wir viele Stunden nach ihm suchten, hatten wir ihn bis 20 Uhr noch nicht gefunden. Es war eine lange und schlimme Nacht für uns alle, da sich jeder große Sorgen um Ziwa machte, der nun draußen in der Kälte und Dunkelheit auf sich allein gestellt war. Die Löwen und Hyänen brüllten und schrien herum und jeder fürchtete um seine Sicherheit. Als der Tag anbrach, machte sich der Suchtrupp sofort wieder auf den Weg. Alle waren sehr erleichtert, als Ziwa schließlich gefunden wurde. Er war gerade auf dem Heimweg und seine Tortur war überstanden. Er wurde zu den Stallungen zurückgebracht, bekam zur Beruhigung eine Falsche Milch und ging dann wieder mit den Anderen hinaus. Roi war besonders froh, ihn zu sehen und blieb den ganzen Tag an seiner Seite, um seinen Erzählungen von dem Abenteuer zu lauschen. Nachdem er seine Geschichte erzählt hatte, begleitete ihn Murit zurück zu den Stallungen. Es war deutlich sichtbar, dass die Elefanten sich genauso viele Sorgen gemacht hatten wie die Keeper, und er genießt nun nach seiner Rückkehr einen Heldenstatus.

Ziwa wieder in Sicherheit

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Faraja, Jasiri und Ngasha ziehen nach Umani Springs um

Nach vielen Wochen Vorbereitung war für Ngasha, Faraja und Jasiri der Tag gekommen, an dem sie den nächsten Schritt auf ihrer Reise zurück in die Wildnis antraten. Wir haben entschieden, dass unsere beiden Albino-Jungs, die im Amboseli-Nationalpark Opfer von Wilderei geworden waren, in der Auswilderungsstation in Umani Springs im wunderschönen Kibwezi-Wald am besten aufgehoben sein würden. Der Kibwezi-Wald ist ein Teil des Chyulu Hills Nationalparks, ein Ökosystem, das sich zwischen den Nationalparks Tsavo und Amboseli befindet.

 

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Die Rettung von Ndotto

Direkt auf der Spitze der Ndotto-Berge, in Kenyas nördlichstem Grenzbezirk, wurde ein winziges neugeborenes Elefantenbaby gefunden, das sehr verwirrt, allein und ängstlich zwischen einer Herde Ziegen und Schafe herumirrte. Das kleine Kalb fand sich offenbar sehr schnell nach der Geburt zwischen den Nutztieren der nomadischen Samburu der Gegend wieder. Es ist möglich, dass die Anwesenheit der Menschen die Mutter verschreckt hatte, nachdem ihr Kalb versehentlich zwischen die Tiere der Samburu geraten war. Die traditionellen Samburu-Hirten leben dort sehr isoliert, in einer schlecht erreichbaren Gegend Kenias, die gleichzeitig wunderschöne und majestätische Landschaften hat. Obwohl viele Samburu und ihre Nutztiere in friedlicher Koexistenz mit den wilden Tieren leben, kann der Mensch-Wildtier-Konflikt versehentlich die Ursache solcher Tragödien sein.

 


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Die Rettung von Ndoria

Am 2. November 2014 fand eine Anti-Wilderei-Einheit des Taita-Schutzgebietes auf dem Gelände ein einsames weibliches Elefantenkalb. Sie wurde den Tag über beobachtet und sie schien zu keiner der vorbeiziehenden Herden zu gehören. Der KWS wurde informiert und der kontaktierte sofort den DSWT, der ein Rettungsteam losschickte. Gemeinsam mit dem DSWT-Team versuchten die Taita-Scouts mehrere Stunden lang, das Kalb im dichten Gebüsch aufzuspüren, doch sie konnten sie nicht wiederfinden. Später am Nachmittag wurde sie noch einmal bei einer Gruppe von vier Bullen gesehen und verschwand dann erneut im Busch. Dann wurde es dunkel.

 


Zu dieser Jahreszeit – nach den Regenfällen – gab es in dem Schutzgebiet 400 Elefanten und wir hofften, dass das Kalb seine Familie wiederfinden würde. Der David Sheldrick Wildlife Trust schickte am nächsten Tag ein Aufklärungsflugzeug, das das Gelände gründlich überflog, um sicherzugehen, dass das Baby nicht wieder allein gelassen worden war, doch sie wurde nicht wiedergesehen. Alle hofften das Beste: dass sie ihre verlorene Mutter und Herde wiedergefunden hatte.
Ein paar Tage später wurde jedoch wenige hundert Meter von den Grenzen des Taita Schutzgebiets, auf der Mugeno-Ranch, eine milchgebende Elefantenkuh gefunden, die wegen Wunden von vergifteten Pfeilen gestorben war. Der KWS wurde gerufen, um ihre Stoßzähne zu entfernen und wir waren uns sicher, dass das wohl die Mutter des zuvor gesehenen Kalbs gewesen sein muss. Obwohl wir danach die ganze Zeit Ausschau nach dem Baby hielten, wurde es einen Monat lang nicht mehr gesehen.
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Eine neue Tochter für Ex-Waise Emily

Weihnachten 2014 haben sich bei uns glückliche Ereignisse zugetragen. Der üppige Regen am Jahresende hat den sonst so dürren Tsavo-Nationalpark nicht nur in einen reichhaltigen grünen Dschungel verwandelt, in dem nun viele wilde Blumen wachsen und es nur so pulsiert vor Leben, sondern auch viele Wasserlöcher mit Regenwasser gefüllt, sodass es nun für die Elefanten und alle anderen Tiere mehr als genug Wasser und Futter gibt. Es waren also die Feiertage gekommen, für die Elefanten und die ganze Wildnis ebenso wie für die Menschen, die inzwischen Betreuer von so vielen verwaisten Elefanten sind, viele von ihnen zum großen Teil schon wild lebend. Am 23. Dezember kamen Angela und ihre Familie zusammen mit Daphne beim Mittagsschlammbad der Waisen in Ithumba vorbei. Das Schlammloch hat sich in einen kleinen See verwandelt, in dem die Elefanten herumtollen und untertauchen können, um sich während der heißesten Zeit des Tages abzukühlen.

 

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