Asanjes schwerer Weg

Asanje – ein wunderschöner Elefant mit einem ruhigen Charakter – hat es nicht leicht. Zuerst verlor sie ihre Mutter, dann hatte sie Ende Oktober den rätselhaften anaphylaktischen Schock im Busch, der ihr beinahe das Leben kostete. Seitdem sind die Probleme mit ihr weitergegangen. Sie durchlebt all das mit kämpferischem Geist, sie ist entschlossen und stoisch.

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Vor kurzem bildete sich eine dicke Beule an ihrem Kopf. Wir beobachteten sie und warteten ab, wie sie sich entwickelte und vermuteten, dass die Beule irgendwann aufbrechen würde. Sie wurde immer größer und entwickelte sich zu einer weichen Schwellung, die wir schließlich aufschnitten, um den Eiter und die Gifte herauszuwaschen, als wir meinten, dass es an der Zeit dafür war. Diesen Eingriff haben wir mit Hilfe des Tierarztes Dr. Sanjay am 24. Januar vorgenommen. Die Beule muss Asanje leichte Schmerzen bereitet haben und wir hoffen, dass sie nun endlich große Fortschritte machen kann und vollständig gesundet. Doch sie hat noch einen langen Weg vor sich, denn ihr Gesundheitszustand ist noch immer bedenklich. Ihre Blutwerte verbessern sich aber und daher sind wir guter Dinge.

Sie geht täglich mit ihren heißgeliebten Keepern in den Busch und gesellt sich zu den Anderen, wenn ihr danach ist. Sie bevorzugt die Gesellschaft der kleinen Babys, da ihr durchaus bewusst ist, wie zerbrechlich sie selbst ist und sie daher ungern längere Zeit bei den älteren, robusten und schubsenden Elefanten ist. Sie frisst gut, liebt ihre Milch und ihr Gehege, in das sie auch während des Tages zurückkehren kann.

Die Geschichte von Shujaa und Mshindi

Das die traurige Geschichte von Shujaa und Mshindi, zwei Elefantenbabys, die den Zahnungprozess in unserem Waisenhaus leider nicht überlebt haben.

Am 25. September wurde die missliche Lage eines einsamen Babyelefanten in der Nähe der Straße nach Mackinnon hinter dem Buchuma-Tor des Tsavo-East Nationalparks von einem Wildhüter an den David Sheldrick Wildlife Trust gemeldet. Das Kalb lief augenscheinlich die Mombasa-Autobahn entlang und suchte — zur großen Überraschung der erschrockenen LKW-Fahrer — Schutz im Schatten von riesigen Trucks, die an Straßenrand parkten. Dieses winzige Kalb war zu jung um Furcht zu kennen und ging mutig zwischen den Fahrzeugen, den neugierigen Zuschauern und den Gebäuden umher und suchte verzweifelt nach irgendetwas, das sich wie Mama anfühlte. Glücklicherweise wollten ihm die Menschen, auf die es traf, nichts Böses.

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Die Rettung von Ashaka

Unser Keeper-Team in Voi erhielt am 3. November einen Anruf vom Manyani-Wildhüter-Trainingscenter des Kenya Wildlife Service an der Grenze zum Tsavo-East Nationalpark über die Notlage eines winzigen Elefantenkalbs.

 


Die Ausbildungswildhüter hörten die verzweifelten Schreie des Babys während der Nacht und sofort nach Sonnenaufgang machten sie sich auf den Weg in dessen Richtung, um festzustellen, was das Problem war. Zu ihrer Überraschung fanden sie das winzige Kalb, gefangen in einem tiefen, langsam trocknenden Wasserloch. Es kam nicht mehr von selber heraus und es waren keine Elefanten mehr in der Nähe. Die Herde hatte offenbar bereits die Entscheidung getroffen, das Kalb zurückzulassen und in die Sicherheit des Nationalparks zurückzukehren, bevor der Tag anbrach. Die Manyani-Rekruten und -Ranger retteten das kleine Mädchen und hielten sie in einem Stall auf dem Trainingsgelände, während sie unser Team informierten und auf die Ankunft der Keeper aus Voi mit der Milch warteten. Jeder von uns hätte das Kalb gerne mit seiner Elefantenfamilie vereint, doch weder seine Familie noch irgendwelche anderen Elefanten waren in der Gegend, sodass wir diese Möglichkeit traurigerweise nicht hatten.

Das Fahrzeug der KeeperDas winzige Kalb in Manyani

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Sagallas tragische Geschichte

Am 01. Januar 2014 berichtete der Kenya Wildlife Trust unseren Elefantenpflegern in Voi von einem Fall auf der Sagala Ranch, die an den Tsavo Ost Nationalpark angrenzt, der ein Rettungsteam erforderte. Erst als das Team vor Ort ankam, war genau erkennbar, wie schlimm die Situation war. Ein einjähriges Kalb, bei dem sich eine abscheuliche Kabelschlinge so eng um das Vorderbein schnürte, dass es dieses fast amputierte, war Opfer einer Schlinge, die offenbar ausgelegt wurde, um einen erwachsenen Elefanten zu fangen. Die Schmerzen, die sie hatte, müssen unvorstellbar gewesen sein.

Das Kabel hatte sich tief ins Fleisch eingeschnittenSagallas Bein war fast abgetrennt

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