Die Waisen im Oktober

Monatsbericht für die Nursery-Gruppe: Oktober 2018

 

Die ersten Regentropfen läuteten diesen Monat das Ende der Trockenzeit und den Beginn der kurzen Regenzeit ein, die für gewöhnlich im November beginnt. Nashorn Maxwell war daher besonders aktiv, und seine gute Laune steckte auch die Elefantenwaisen an. Wir konnten ein paar Mal beobachten, wie von der einen Seite des Zauns Max und von der anderen Seite Elefanten wie Luggard, Maisha oder Jotto Faxen machten. Die Elefanten rannten am Zaun auf und ab und Maxwell rannte mit und drehte sich vor Aufregung um sich selbst. Die drei Elefanten hatten aber offensichtlich hinterlistige Pläne! Immer wenn Maxwell mit einem von ihnen abgelenkt war, bediente sich ein anderer an den Resten von Maxwells Luzernepellets! Ambo findet Freßgier ganz und gar nicht lustig und jagt jeden davon, der sich über Maxwells Reste hermacht! „Die Waisen im Oktober“ weiterlesen

Waisenblogs-Beitrag Ithumba, 09.10.2018

Dienstag, 9. Oktober 2018
Bomani, Orwa, Narok, Kandecha und Kibo kamen heute zum Luzernenheufrühstück. Zehn wilde Elefanten soffen Wasser, darunter eine Mutter mit zwei Kälbern. Die Waisen machten sich dann zum Grasen in einer Gegend breit, die Hyänen-Hügel genannt wird. Esampu versuchte den ganzen Vormittag, mit ihren Stoßzähnen Bäumen zu entrinden. Ihre Stoßzähne sind aber noch ein wenig zu kurz, und so musste sie sich darauf verlegen, etwas besser erreichbares zu fressen. Namalok, der in letzter Zeit sehr aktiv ist, wollte Pare zu einem Kräftemessen überreden, aber dieser lehnte ab. Daraufhin versuchte Namalok es bei Karisa, der auch mit ihm rangelte; allerdings kam Turkwel vorbei und trennte die beiden Jungs. Beim Mittagsschlammbad waren zwölf wilde Bullen zu Besuch, die wie üblich eine Seite des Schlammlochs bevölkerten, während die Waisen sich auf der anderen Seite tummelten. Am Nachmittag grasten die Waisen am Kanziku und bekamen Gesellschaft von Mutaras Gruppe.

Waisenblogs-Beitrag Ithumba, 26.09.2018

Mittwoch, 26. September 2018
Galana und ihre kleine Herde, bestehend aus Töchterchen Gawa, Sunyei und Siku, Lualeni, Chyulu, Lenana und Ololoo kam am Morgen zum Luzernenheufrühstück. Außerdem waren auch Tomboi, Rapsu, Taita, Orwa, Narok, Bomani und Kainuk da. Kainuk scheint sich jetzt Naroks Gruppe angeschlossen zu haben, denn ihre beste Freundin Turkwel aus Mutaras Gruppe erholt sich noch bei den Waisen von dem Angriff der Löwen. Siku ging hinter Narok vorbei und bekam einen Schrecken, als diese plötzlich nach hinten austrat. Während sie noch überlegte, womit sie das verdient haben könnte, trat Narok noch einmal und verpasste sie nur knapp! Sie beeilte sich, aus dem Weg zu gehen und suchte Schutz bei Esampu. Diese wiederum fraß gerade Luzernenheupellets und wollte nichts davon abgeben – also verscheuchte sie die kleine Siku ebenfalls. Siku flüchtete sich daraufhin zu ihrer Mutter. Gawa kam mit und legte ihr mitfühlend den Rüssel auf den Rücken. Kurz nachdem sie in den Busch aufgebrochen waren, verabschiedeten sich die Ex-Waisen, zusammen mit Laragais Ausreißergruppe. Nach dem Schlammbad ging Naseku voran zum Staubbad, und Kamok und Dupotto gaben den Weg zurück zu den Weidegründen vor. Die Rebellen um Laragai tauchten gegen 22 Uhr auf und wurden von den Keepern, die Nachtwache hatten, in ihr Gehege gelassen.

Waisenblogs-Beitrag Ithumba, 19.09.2018

Mittwoch, 19. September 2018
Am Morgen kamen Orwa, Narok, Bomani und Kainuk zu Besuch, und Kainuk ging ins Gehege, um sich ein wenig mit ihrer alten Freundin Turkwel zu unterhalten. Sie ist seit einigen Wochen wegen ihrer Löwenverletzungen und ihres verlorenen Schwanzes in Behandlung, aber ihre Wunden heilen gut. Karisa, Maramoja und Rapa nahmen Zweige mit aus dem Gehege, und Kainuk machte es ihnen nach und kam genießerisch kauend wieder heraus. Während die meisten Waisen in aller Ruhe die Luzernenheupellets futterten, machte Ukame ihrem Namen – der soviel wie „Dürre“ bedeutet, da sie während einer langen Trockenperiode gerettet wurde – alle Ehre; wie ein ausgehungertes Kind schaufelte sie sich die Pellets in den Mund und konnte nicht genug bekommen. Ein wilder Bulle schaute den Waisen zu und probierte auch eines der Pellets. Er beschloss aber, dass sich die Mühe nicht lohnte – ein Elefant seiner Größe müsste eine Menge Pellets futtern, um satt zu werden! Karisa fegte wie ein Derwisch umher und war von Staubwolken umgeben. Dann tat er so, als ob er Tusuja herausfordern wollte.