Waisenblogs-Beitrag Nursery, 23.09.2019

Montag, 23. September 2019
Musiara, der jetzt schon einer der älteren Jungs im Waisenhaus ist, grast gerne auf eigene Faust und hat auch nicht viel Interesse an Ringkämpfen, wenn er draußen im Busch futtert. Als er heute Morgen im Wald ankam, begann er, sich das Grün der Büsche in der Nähe der Herde schmecken zu lassen. Er war so vertieft ins Grasen, dass er gar nicht merkte, wie die anderen weiter hinaus in den Nationalpark gingen, und als er aufsah, war plötzlich niemand mehr zu sehen! Damit hatte er nicht gerechnet, und er begann, laut zu trompeten, um nach den anderen zu rufen. Es reagierte aber niemand, und so setzte er an, zu den Stallungen zurück zu rennen. Tamiyoi und Enkesha hatten das aber mitbekommen und folgten ihm, und auch ein Keeper ging ihm hinterher. Kaum hatte Musiara den Keeper gesehen, war er wieder beruhigt, und bekam auch schnell Gesellschaft von Enkesha und Tamiyoi. Er freute sich sehr, die beiden Mädchen und seinen Keeper zu sehen und rannte begeistert mit zurück zur Herde.

Waisenblogs-Beitrag Nursery, 14.09.2019

Samstag, 14. September 2019
Am Morgen war es ziemlich kühl, als die Waisen aus ihren Ställen kamen. Luggard mag es nicht, wenn es kalt ist, und er war einer der letzten, der herauskam. Zusammen mit Musiara, der auf ihn gewartet hatte, machte er sich in den Wald auf. Kiombo dagegen, war ziemlich schnell auf Betriebstemperatur und rannte zu Sattaos und Larros Stall hinüber, um da zu sein, wenn sie herauskommen würden. Danach begrüßte er Tagwa, die die Herde hinaus in den Busch führte. Luggard und Musiara stießen dann irgendwann zu den anderen hinzu und grasten den Vormittag über zusammen.

Die Waisen im Dezember

Die Waisen auf dem Heimweg durch dichtes Gebüsch (c) Sheldrick Wildlife Trust

Monatsbericht für die Nursery-Gruppe in Nairobi: Dezember 2019

Wir können unsere Elefantenwaisen nicht nur aufgrund ihres Aussehens, sondern auch wegen ihrer unterschiedlichen Charaktere gut auseinanderhalten. Maktao ist ein verspielter kleiner Kerl, der die anderen jederzeit gerne in einen kleinen Ringkampf verwickelt. Er ist nicht besonders wählerisch, was seine Gegner angeht, nur auf Dololo ist er nicht sonderlich erpicht, denn der nimmt die Kräftemessen immer sehr ernst, ebenso wie Musiara und Maktao selber. Manchmal versucht er sich sogar an Enkesha, aber die ist viel zu sanftmütig und hat in der Regel kein besonderes Interesse an diesen groben Spielchen, sei es Ringen oder Verstecken. „Die Waisen im Dezember“ weiterlesen

Die Waisen im November

Dololo und Ziwadi (c) Sheldrick Wildlife Trust

Monatsbericht für die Nursery-Gruppe: November 2019

So wie im Rest des Landes hat es auch in Nairobi heftig geregnet. Alle Bäche und Flüsse im Nairobi Nationalpark sind prall gefüllt und teilweise über die Ufer getreten. Die Waisen hatten daher viele Möglichkeiten zum Baden und Suhlen. Es gibt Unmengen an schlammigen Rutschen und die Elefanten verbringen ihre Zeit hauptsächlich in der Horizontalen. Zur mittäglichen Besucherstunde haben sie es derzeit nur auf ihre Milchflasche und das frisch geschnittene Grün abgesehen. „Die Waisen im November“ weiterlesen

Waisenblogs-Beitrag Nursery, 29.08.2019

Donnerstag, 29. August 2019
Ziwadi ist ein schlaues Mädchen; sie ist etwas langsamer als die anderen, aber sie liebt die Milch schon genauso wie sie. Weil sie immer etwas länger braucht, geht sie manchmal schon vorher zu der Stelle, an der gefüttert wird. Sie hat auch noch nicht so viel Übung im Trinken, und so erlauben ihr die Keeper, schon bei der ersten Gruppe zu bleiben, damit sie sich genug Zeit lassen kann und danach nicht allein zurück bleibt. Musiara kommt gern mit Tamiyoi zur Milchfütterung, und weil sie beide in letzter Zeit viel mit Mukkoka zusammen waren, der im Eiltempo zu seiner Milch rennt, kommen sie auch etwas schneller angerannt als früher! Mukkoka kann sich glücklich schätzen, dass er sich so gut mit Mini-Leitkuh Tamiyoi versteht, die sich gut um ihn kümmert.