Ithumba Februar 2015

Sonntag, 1. Februar 2015
Es war ein ruhiger Tag und die Waisen konzentrierten sich aufs Grasen. Ishanga, die wir in diesem Jahr noch gar nicht gesehen hatten, schloss sich den Waisen im Kone-Gebiet an, wo sie zum Fressen hingewandert waren. Ishanga war mit Makireti, Kasigau und Kilabasi unterwegs und sie verbrachten den ganzen Tag mit den Waisen. Es war toll zu sehen, dass es ihr gut geht und sie hervorragendem Zustand ist. Wir fragen uns, wo und bei wem sie solange gewesen ist, aber auf jeden Fall freuen wir uns über ihre Rückkehr.
Später am Abend meldeten sich Yattas und Mulikas Gruppen an den Stallungen. Naserian und Zurura verwickelten sich in ein Kräftemessen, und Mulika hob einen Stock auf, mit dem sie ihre Brust kratzte. Eine wilde Herde, angeführt von einer Kuh mit nur einem Stoßzahn, kam auch noch vorbei. Genau diese Kuh war letztes Jahr vom Tierarzt-Team behandelt worden. Sie hatten ihr einen Pfeil aus dem Bauch entfernt. Diese Kuh hatte ein erst heute geborenes Kalb dabei, das noch darum kämpfte, an die Milch zu kommen. Sidai versuchte, dichter an das Baby heranzukommen, wurde aber von der Mutter kräftig weggeschubst. Die Mutter und der Rest der Herde machte sich mit dem Baby wieder auf den Weg. Das Baby stolperte vor sich hin, da es noch nicht einmal richtig laufen gelernt hatte. Diese Kuh weiß, dass wir sie gerettet haben, und jetzt, wo sie wieder völlig gesund ist, fühlt sie sich in der Gegenwart der Ex-Waisen und der Keeper wohl und ist sogar bereit, uns ihr Neugeborenes zu zeigen.

Ishanga ist das erste Mal in diesem Jahr wieder da

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Nairobi Nursery Februar 2015

Sonntag, 1. Februar 2015
Der Februar ist ein sehr heißer und sonniger Monat. Während der öffentlichen Besuchsstunde schlangen alle Waisen ihre Milch hinunter und eilten ins Schlammbad. Heute hatten sie viel Spaß dabei, im Matsch herumzuwälzen. Die Waisen schuffelten sich, kratzten sich und stießen sich gegenseitig an. Die Jungs Sirimon, Olsekki und Enkikwe kletterten im Pool aufeinander herum. Die tolle Oltaiyoni rollte sich aufsehenerregend umher und spielte glücklich, bis sie mit aufgestellten Ohren auf dem Pool gejagt kam. Sie rannte mit rotem Schlamm bedeckt an der Absperrung entlang und bemalte alle Gäste mit ihrem Rüssel mit schöner roter Farbe. Dann ging sie zu den Wassertonnen und stieß mit dem Kopf dagegen, ehe sie ihn tief ins Wasser steckte und mit dem Rüssel darin herumrührte. Ihre Dummheiten begeisterten die Besucher. Sie war heute der Star des Schlammbads.

Oltaiyoni, Sirimon und Enkikwe vor dem Schlammbad

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Mit einem weiteren historischen Ereignis sendete Seine Exzellenz, Präsident Uhuru Kenyatta, eine deutliche Botschaft an die gesamt Welt, als er 15 Tonnen beschlagnahmtes Elfenbein anzündete

Am 3. März zündete Seine Exzellenz, Präsident Uhuru Kenyatta, 15 Tonnen beschlagnahmtes Elfenbein an.

 


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Die Waisen im Januar

Monatsbericht für die Nursery-Gruppe: Januar 2015

 

Das neue Jahr begann gleich mit der Rettung eines kleinen Elefanten in Laikipia in Nordkenia. Er wurde aus einem Abwasserschacht geborgen, aus dem er sich nicht hatte selber befreien können und in dem er offenbar schon eine geraume Weile festgesessen hatte, denn er war sehr abgemagert. Nach der Rettung hielt ihn der Adrenalinschub noch auf den Beinen, aber danach ging es ihm von Minute zu Minute schlechter. Er behielt keine Milch bei sich, obwohl er dringend fressen mußte. Da er keine Reserven hatte, war er bald so schwach, daß er das Bewusstsein verlor, und er starb wenige Tage später. Was für ein trauriger Start ins Neue Jahr! Und nur zwei Tage später folgte schon die nächste Rettungsaktion. Dieses Mal handelte es sich um einen winzigen Bullen, der im Sera-Naturschutzgebiet in Nordkenia in ein Wasserloch gefallen war. Beim Versuch sich zu befreien hatte er sich schlimme Verletzungen und Schwellungen zugezogen. Ferner kämpfte er mit einer Lungenentzündung und einer infizierten Wunde auf seinem Rücken. So weit hat er den Monat überstanden, aber die letzten Wochen waren nicht leicht für den kleinen Hamsini. Er ist im Stall neben Ndotto und Lasayen untergebracht, die ihm inzwischen viel Trost spenden. Diese beiden haben gut an Gewicht zugelegt und sie sind ständig damit beschäftigt, alles und jeden anzugreifen. Sie wollen dominieren, obwohl sie selbst noch Miniaturen sind! Eines Tages werden sie zu stattlichen Bullen heranwachsen, aber im Moment sind sie noch kleine Knirpse und eine große Besucherattraktion. Kamok, Ashaka und Mbegu überschütten Klein Hamseni mit ganz viel Empathie und Mitgefühl – es ist immer wieder erstaunlich, wie ausgeprägt die Mutterinstinkte selbst schon bei noch so kleinen Kühen sein können. Aber wahrscheinlich sind ihre eigenen traumatischen Erinnerungen noch so frisch, daß sie gar nicht anders können, als jeden Neuankömmling in ihr Herz zu schließen.

 

Wesesa wake up to find Bada had been taken by Lesanju (1) „Die Waisen im Januar“ weiterlesen

Die Rettung von Siangiki

Am frühen Abend des 26. Januar erhielt Angela Sheldrick einen Anruf vom KWS-Veterinäroffizier der DSWT mobilen Tierarzt-Einheit Mara, Dr. Lima, der von einem verwaisten Elefantenkalb berichtete, das die „Save the Elephants“ Wildhüter auf ihren täglichen Patrouillen gesehen hatten. Der KWS hatte auch einige Berichte von den lokalen Gemeinden bekommen, dass ein junges Elefantenkalb im Narok-Gebiet umherwandert. Die Gegend ist dicht besiedelt und recht weit von den bekannten Wanderrouten der wilden Elefanten entfernt. Wir wissen nicht, was mit der Mutter des Kalbs und seiner Herde geschehen ist. Um zu verhindern, dass dem Kalb in der Nacht etwas zustößt, fingen die KWS-Wildhüter mit Unterstützung von „Save the Elephants“ das Kalb noch am Abend ein. Sie behielten es über Nacht, da es schon zu spät war, ein Rettungsteam aus Nairobi zu schicken.

Siangiki (2)

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