Newsletter aus Kenia / die Eli-Waisen im Februar

Monatsbericht für die Nursery-Gruppe

Der Monat Februar war wohl der stressigste Monat, den wir jemals hatten. Einer Elefanten-Rettungsaktion folgte sofort die nächste, viele der Neuankömmlinge starben, und zu unser aller Bestürzen musste die kleine Ziwani eingeschläfert werden, die doch so tapfer ums Überleben gekämpft hatte. Massai-Stammesangehörige, die ihr Vieh illegal im Südlichen Tsavo-West Nationalpark grasen ließen, hatten sie mit einem Speer übel zugerichtet, und die Wunden waren offenbar so tief, dass auch ihre Magenwand perforiert war. Dadurch bekam sie eine Bauchfellentzündung und brach am 10. zusammen. Der Tierarzt riet zur Euthanasie, und in Anbetracht der Tatsache, dass es für sie keine Hilfe mehr gab, wurde sie schließlich eingeschläfert. Ihr Leiden zu beenden war die letzte gute Tat, die wir für sie erbringen konnten, gleichzeitig fühlten wir jedoch so viel Ärger und Hass auf diejenigen, die es verursacht hatten. Es gibt Momente, in denen man sich dafür schämt, ein „Mensch“ zu sein, sollten diese brutalen Killer diesen Titel überhaupt verdienen. Am 20. Februar erreichte uns per Buschfunk die Nachricht, dass die Massai ein weiteres Elefantenbaby in der Nähe des gleichen Kanals am Ziwani Sisal Estate, unweit der Stelle, wo auch Ziwani verletzt wurde, aufgespießt hatten. Und erst kürzlich wurde eine erwachsene Kuh und ihr Kalb in der Nähe des vornehmen Finchatten’s Tourist Camp in Tsavo-West durch einen Speer getötet. Während auf Wilderer aus Somalia in einem Nationalpark sofort geschossen wird, scheint es, dass sich Massai-Wilderer in Schutzgebieten ungestraft illegal betätigen dürfen! Das ist mit Sicherheit der falsch!

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Der Umzug von Shimba, Siria, Wasessa und Mzima nach Tsavo

Die unerwartete Ankunft mehrerer neuer Waisenelefanten im Februar in der Nursery machte den Umzug von vier der älteren Waisen in unsere Rehabilitationsgruppe in Voi, im Nationalparkt Tsavo-Ost, notwendig. Zuerst dachten wir, dass Ithumba wahrscheinlich die bessere Option sei, denn dort fallen erfahrungsgemäß mehr Niederschläge, so dass es Futter in Hülle und Fülle gibt. In Anbetracht unerwartet starker Regenfälle in Voi und der schlechten Beschaffenheit der Nairobi-Mombasa-Straße nach Ithumba änderten wir jedoch kurzfristig unsere Meinung. Außerdem standen die Voi-Stallungen seit der erfolgreichen Auswilderung aller 36 Bewohner vor 2 Jahren leer, und die Keeper dort warteten sehnsüchtig auf neue Aufgaben als die Pflege von Antilopen oder das Beobachten von Elefanten!

Die Elis werden aufgeladen

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Sabachi´s Rettung

Das Namunyak-Wildschutzgebiet erstreckt sich über etwa 76.000 Hektar und liegt am südlichen Ende der Mathews-Gebirgskette in Nordkenia. Es ist die Heimat der Samburu, die als Halbnomaden für lange Zeit mit den Wildtieren auf ihrem Land friedlich zusammen gelebt haben. Das farbenfrohe Bild eines Samburu-Kriegers in seiner traditionellen Tracht ist eng verknüpft mit den Waisen der Ithumba-Gruppe, von denen einige durch die Namunyak-Gemeinde gerettet wurden.

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Kibo´s Rettung

Der Mount Kilimandscharo überragt das Massai-Amboseli-Ökosystem von der tansanischen Seite der Grenze. Einst gehörte er zu Kenia, doch im 19. Jahrhundert übergab Königin Victoria ihn dem deutschen Kaiser für seine Kolonie Deutsch-Ostafrika, damals bekannt unter dem Namen Tanganyika und heute als unabhängiges Tansania. Die Kenianer schmerzt der Verlust bis heute!

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Newsletter aus Kenia / die Eli-Waisen im Januar

Monatsbericht für die Nursery-Gruppe: Januar 2009

Im Januar kamen zwei neue Elefantenwaisen in der Nursery an. Zuerst ein etwa einjähriges Kälbchen aus dem südlichen Tsavo West Nationalpark in der Nähe des Anwesens von Ziwani Sisal. Ranger, die in der Nähe stationiert waren, hörten seine Hilferufe in der Nacht des 19. Januars. Am nächsten Morgen nahmen sie die Suche auf und fanden das Kälbchen in der Nähe eines Bewässerungskanals auf dem Anwesen, auf das es in der Dunkelheit viele Tiere zum Saufen zieht. Offenbar hatte sie schon länger keine Muttermilch mehr zu sich genommen, denn sie war sehr ausgezehrt. Schlimmer noch, sie war übersät mit Stichwunden von Speeren und Dolchen, einige davon sehr tief. Eines ihrer Ohren war fast zweigeteilt. (Es ist unmöglich, nachzuvollziehen, was in Menschen vorgeht, die ein hilfloses einjähriges Elefantenbaby so brutal misshandeln, obwohl sie eigentlich friedlich auf ein und dem selben Land gemeinsam mit ihrem Vieh zusammenleben könnten. Davon abgesehen haben die Massai-Hirten eigentlich kein Recht, ihr Vieh im Tsavo Nationalpark grasen zu lassen. Die Regierung zieht es jedoch vor, ihre Augen demgegenüber lieber zu verschließen und scheint jeglicher Ahndung unfähig.)

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