Die Rettung von Luggard

Dieses kleine Kalb hatte einen sehr traumatischen Start ins Leben, als es gerade erst ein paar Monate alt war. Es hatte mit zwei Schusswunden zu kämpfen, eine an seinem linken Fuß, und die andere hatte sein rechtes Bein direkt oberhalb des Kniegelenks zerschmettert. Der kleine Bulle wurde das erste Mal am 31. März 2016 von einem DSWT-Piloten gesehen, der gerade auf einem Patrouillenflug zur Bekämpfung der Wilderei über dem Tsavo East Nationalpark unterwegs war.

 


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Die Rettung von Malima

Am 30. Oktober um 6:30 Uhr erhielt Trevor Jennings vom DSWT einen Anruf von einem Wildhüter des Tsavo East Nationalparks. Dieser berichtete von einem Babyelefanten, der vor der Aruba-Lodge zusammengebrochen war. Sofort fuhr ein Team an die Stelle und fand das junge Kuhkalb auf einem Hügel aus Erde, die aus einem Wasserloch ausgehoben worden war, auf der Seite liegend vor. Sie sah sehr hilflos aus, reagierte gar nicht und schien dem Tode nah zu sein. Wegen der extremen Dürre bietet die Landschaft kaum noch Futter in der Nähe von Wasser, sodass Elefantenherden schmerzvolle und herzzerreißende Entscheidungen treffen müssen: Ihnen bleibt nichts anderes übrig, als ihre geliebten Familienmitglieder, die nicht mehr mit dem Rest der Herde mithalten können, zurückzulassen, damit die Herde noch weit genug wandern kann, um genug Futter zu finden. Dieses Kalb war so ein Fall – zu schwach um weiterzugehen.

 

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Die Rettung von Malkia

In den weiten Ebenen Tsavos war viele Jahre lang eine majestätische alte Elefantendame zu Hause, die man immer gut an ihren beeindruckenden Stoßzähnen erkennen konnte. In diesem Jahr allerdings, in dem nach spärlichem Regen im April und Mai die Trockenzeit besonders lang und hart ausfiel, forderten die schwierigen Bedingungen ihren Tribut auch von dieser alternden Elefantenkuh. Sie wurde gefunden, nachdem sie zusammengebrochen war, mit einem jungen Kalb an ihrer Seite.

 

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Die Rückkehr von Emilys Ex-Waisen-Herde am 1. Dezember 2016

Der Tsavo-Nationalpark und seine unmittelbare Umgebung nehmen eine riesige Fläche von über 40.000 Quadratkilometern ein und sind die Heimat von Kenias größter Elefantenpopulation – aktuell ungefähr 11.000 Tiere. In der Vergangenheit mussten die Elefanten, um zwischen dem Ost- und dem Westteil des Parks sowie dem Farmland dazwischen hin und her zu wandern, eine einzelne Bahnstrecke und eine Hauptstraße, die Nairobi mit der Hafenstadt Mombasa verbindet, überqueren. Auch die Gebiete, auf denen heute die Farmen liegen – zwischen den Teilen des Parks und im Westen und Süden an ihn angrenzend – stellen historisch wichtige Weidegründe für die Elefanten dar. Vor langer Zeit war die Straße geschottert, später asphaltiert, doch damals war der Verkehr noch überschaubar. Heute wird die Bahnstrecke von einer chinesischen Firma in eine neue Trasse mit standardisierter Spurbreite umgebaut, die Nairobi mit der Küste und dem Hafen von Mombasa verbinden soll. Sie verläuft größtenteils auf einem hohen Damm und wird bald fertiggestellt sein. Außerdem gibt es Pläne, die alte Hauptstraße durch eine vier bis sechs Fahrbahnen breite Autobahn zu ersetzen, denn die Straße ist heute schon von LKWs und Fahrzeugen verstopft, die nicht nur nach Nairobi wollen, sondern noch weiter ins Innere von Afrika, nach Uganda und Ruanda.

Die neue Bahnstrecke ist mit ein paar Tunneln ausgestattet, damit die Wildtiere zwischen dem Ost- und dem Westteil des Parks und den Farmen wandern können; die Elefanten wie auch alle anderen Tiere müssen nun lernen, wo diese Durchgänge sind, sie benutzen und danach noch die Hauptstraße auf der anderen Seite überqueren. Glücklicherweise sind Elefanten sehr intelligent, und unter denen, die diese neue Hürde bereits überwunden haben, ist auch unsere Ex-Waisen-Herde; sie sind seinerzeit von Hand aufgezogen worden und führen nun ein völlig normales wildes Leben, integriert in die eingeborene Elefantenpopulation Tsavos.

Emilys Herde frisst Luzernenheupellets zusammen mit den abhängigen WaisenEmilys Herde bei den abhängigen Waisen

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