Die Waisen im November

Thamana

Monatsbericht für die Nursery-Gruppe in Nairobi: November 2025

Kipekee ist nach wie vor ein kleiner Schelm. Oftmals ist die einzige Elefantenwaise, die sich daneben benimmt, unser kleinstes Mädchen! Obwohl sie eine enge Bindung zu ihren Keepern aufgebaut hat, stößt sie gerne alle anderen weg, wenn sie ihr zu nahe kommen. Die Kühe ermutigen ihr Verhalten, indem sie sich weigern, sie in irgendeiner Weise zu bestrafen – für sie ist die kleine Kipekee über jeden Vorwurf erhaben!

Der ausgebuffte Pardamat treibt wieder seine üblichen Streiche. Eines Morgens wachte er auf und beschloss, ein bisschen Chaos zu verursachen. Als er seinen Stall verließ, bog der Schlingel nach links ab und stellte sich vor die Tür seiner Nachbarin Talek, so dass sie nicht hinauskonnte. Talek versuchte, sich an ihm vorbeizudrängen – aber das war unmöglich. Glücklicherweise kümmerte sich Latika um die Situation, so dass wir nicht eingreifen mussten. Sie drängte den Bullen in den Stall des Mädchens und schaffte so einen Platz, dass Talek hinauslaufen konnte, während der freche Jungbulle in ihrem Stall zurückblieb.

Die schöne Kerrio wird erwachsen. An einem Nachmittag kam die Herde zum Milch Saufen zum Schlammbad. Kerrio, Kamili, Taroha, Latika und Wamata gehörten zur zweiten Gruppe, die den Weg hinuntergeschickt wurde. Fünf Elefanten verließen uns am Anfang des Weges, aber nur vier kamen am Schlammbad an. Unterwegs bog Kerrio nach links ab und verschwand im Busch – wo wir sie glücklich beim Grasen fanden. Kerrio wird erwachsen und interessiert sich immer weniger für Milchmahlzeiten.

Muridjo bereitet sich darauf vor, die Rolle der Mini-Matriarchin zu übernehmen, wenn Kerrio nach Tsavo zieht. Sie ist freundlich und fürsorglich, besonders gegenüber den jüngsten Waisen. Eines Morgens war Daba nach einer unruhigen Nacht nicht ganz auf der Höhe. Während die anderen wie üblich in den Wald gingen, entschied sich Muridjo, zurückzubleiben, da sie wusste, dass der neue kleine Bulle keinen guten Morgen hatte. Wir waren von ihrem Verhalten beeindruckt.

Der ruhige, zurückhaltende Arthi findet langsam seine Stimme. Als die anderen eines Nachmittags durch den Busch streiften, schlich er sich zum Schlammbad, in der Hoffnung, dort etwas leckere Milch zu finden. Als er weder eine Schubkarre voller Flaschen noch einen Keeper vorfand, der bereit war, ihn zu füttern, machte er einen riesigen Aufstand. Zwei von uns rannten zum Schlammbad und fanden ihn schmollend unter einem Baum. Tatsächlich wird Arthi zum neuen Zeitmesser der Nursery-Herde. Eines Morgens öffneten wir die Ställe der Waisen etwas zu spät. Die fünfminütige Verspätung entging Arthi nicht: Er begann laut zu trompeten, immer und immer wieder!

Der Nairobi-Nationalpark ist genauso wild wie jeder andere Nationalpark, mit Löwen, Nashörnern, Leoparden, Hyänen und anderen Wildtieren. Aber es sind die harmlosesten Tiere, die unserer Herde den größten Schrecken einjagen! Eines Morgens flitzte eine Gruppe von Impala-Antilopen durch die Büsche. Wie zu erwarten war, flippten die Elefanten aus und stürmten in alle Himmelsrichtungen davon, trompeteten aufgebracht und schlugen auf die Büsche ein. Sogar Kipekee rannte auf ihren kurzen Beinen so schnell sie konnte und gab ihr Bestes, um mit den anderen mitzuhalten. Selbst in der ganzen Aufregung, wurde sie von Mzinga, Muridjo, Nyambeni, Kamili und Latika strengstens bewacht. Irgendwie stürmten die älteren Mädchen herum und hielten das kleine Mädchen dabei immer zwischen mindestens zwei von ihnen!

Unsere beiden Neuzugänge aus Voi haben sich gut eingelebt. Nach einigen Tagen der Eingewöhnung in ihrem Stall war Alia bereit, freudigem Kollern der Herde anzuschließen. Wir begleiteten sie in den Wald, wo die älteren Mädchen sie mit Brüllen willkommen hießen. Nyambeni und Mzinga waren besonders freundlich – sie berührten sie und ermutigten sie, sich ihnen anzuschließen. Mit zwei Jahren wird es wahrscheinlich etwas länger dauern, bis die Neue Teil der Herde wird.

Im Gegensatz zu Alia ist Daba – der neue kleine Bulle aus Voi – bereits Teil der Herde. Er ist zwar noch dünn und hat eingefallene Wangen, hat sich aber gut an seine neue Familie gewöhnt. Die älteren Kühe beschützen ihn, kümmern sich aber viel weniger um ihn als um Kipekee. Er ist ein paar Monate älter, aber auch ein unabhängigerer Elefant. Daba ist sehr freundlich zu den Keepern und entscheidet sich oft dafür, entweder neben ihnen oder neben den Mini-Leitkühen zu grasen.

Kerrio ist die Begrüßerin in der Nursery – jede, egal welche, Tierart, wird herzlich willkommen geheißen. Eines Morgens hatte sie viel Freude dabei, Maxwell, den großen Nashornbullen, zu begrüßen, bis die Warzenschweine seine Aufmerksamkeit auf sich zogen. Kerrio ging weiter zu Tytan, unserem kleinen Nashorn. Sie ruckelte an seinem Stalltor, um ihn zu wecken, woraufhin Tytan aufsprang und heranstürmte. Er wusste nicht so recht, was er von dem großen Elefanten halten sollte, der ihn geweckt hatte!

An manchen Tagen wachen die Waisen in einer ansteckenden Stimmung auf, und Mzinga gibt meistens den Anstoss. Eines Morgens begann sie ohne Grund in ihrem Stall zu trompeten. Sobald wir ihre Tür öffneten, rannte sie um das Gelände herum und weckte die anderen auf. Bald brüllten und schrien alle. Mzinga lief den Weg hinauf, gefolgt von einer sprintenden Latika und vielen anderen. Sie rannten an Max vorbei, der mit hoch erhobenem Kopf an seinem Tor stand und auf eine Begrüßung wartete. Aber an diesem Tag machte niemand halt, als sie an dem großen Nashornbullen vorbeiliefen – sie hatten eine geheimnisvolle Mission zu erfüllen!

Jedes der Elefantenwaisen hat unterschiedliche Persönlichkeiten. Obwohl Wamata ein lebhaftes Wesen hat, ist sie gegenüber ihren Keepern eher zurückhaltend. Arthi hingegen ist sehr anhänglich. Oft begrüßt er die Keeper im Wald, bleibt ein paar Minuten in ihrer Nähe stehen und wandert dann weiter. An einem Nachmittag, nachdem Keeper Peter ihn liebevoll gestreichelt hatte, ging Arthi zu Taroha hinüber, um mit ihm zu grasen. Der jüngste und der älteste Bulle der Herde verbringen viel Zeit miteinander.

Wamata hat immer etwas zu tun, und sie möchte es so schnell wie möglich erledigen, deshalb stürmt sie oft mit Höchstgeschwindigkeit aus ihrem Stall. An einem solchen Morgen achtete sie nicht darauf, wohin sie lief, und kollidierte mit einer Warzenschweinmutter und ihren Frischlingen. Beide Tiere erschraken sehr. Trompetend kehrte Wamata in ihr Zimmer zurück, während die Warzenschweine sich umdrehten und in Deckung rannten. Die fürsorglichen Olomunyak und Kerrio eilten herbei, um zu sehen, was passiert war, und fanden ihre Freundin versteckt im hinteren Teil ihres Stalls, wo sie sich von dem Schreck erholte.

Kamili beeindruckt uns immer wieder aufs Neue. Heutzutage sehen wir nur noch selten das ungeduldige, unabhängige Mädchen, das früher Babys schikanierte – sie hat sich in ein fürsorgliches Mädchen entwickelt, das sich um die Jüngeren kümmert. Morgens begrüßt sie oft Kipekee, Arthi und Wamata, wenn sie aus ihren Ställen kommen, und wählt dann ein Baby aus, das sie in den Wald begleitet.

Wie so oft bei zurückhaltenden Elefanten ist Talek ein ruhiges Mädchen, das plötzlich seine Stimme findet, wenn es um Milch geht. Eines Nachmittags fanden wir sie um die Schubkarre herumstehen, wo sie trompetete, während sie leere Flaschen aufhob, in der Hoffnung, Milchreste zu finden. Die Keeper pfiffen, damit sie weiterging, aber sie wurde von einem plötzlichen Anfall selektiver Taubheit befallen und ignorierte sie völlig.

Talek hat auch viel von ihrer „großen Schwester“ Mzinga gelernt. Eine Sache, die sie perfekt beherrscht, ist die Kunst des Multitaskings: Nach Mzingas berühmtem Trick dreht sie Büschel trockenen Grases zusammen, während sie sich auf dem Bauch ausruht. Nicht jeder Elefant beherrscht die Kunst, im Liegen zu fressen!

Wir lieben es, wenn die etwas älteren Bullen die Jüngeren betreuen. Taroha ist ein hervorragendes Vorbild und ein guter Freund für die jungen Bullen – insbesondere für Olomunyak. Sie spielen zusammen, sie grasen zusammen, sie leben einfach zusammen! Taroha gewinnt alle Ringkämpfe mit Olomunyak, weil er größer ist, aber der jüngere Junge gibt nicht auf. Olomunyak spielt lieber mit Taroha, Mzinga oder Arthi als mit Pardamat, der dazu neigt, grob zu werden.

Unsere Elefanten werden auch nachts alle drei Stunden mit Milch gefüttert. Sie wissen, wann es Zeit ist, und mögen keine Verzögerungen! Wenn ein Keeper es wagt, auch nur eine Minute vom Zeitplan abzuweichen, geben die Waisen ihm auf die eine oder andere Weise Bescheid. Muridjos Taktik besteht darin, sich unter das Hochbett ihres Pflegers zu stellen und die Matratze nach oben zu drücken, als wolle sie das Bett auf ihrem Rücken wegtragen. Ein Stoß eines 700 Kilogramm schweren Elefanten ist ein wirksamer Weckruf!

Der kleine Daba hat seine eigene Strategie – und er lernt schnell. Eine Taktik besteht darin, seinen Rüssel auszustrecken und die Decke vom schlafenden Keeper herunterzuziehen. Wenn das nicht funktioniert, greift er auf Plan B zurück. Irgendwie (dies ist eine Fähigkeit, die die meisten Elefanten in seinem Alter noch nicht beherrschen) balanciert er auf seinen Hinterbeinen und legt seine Vorderbeine auf die Kante des Hochbettes. Sein Keeper wird durch einen nassen Rüssel an seiner Wange geweckt!

Unsere Nashörner: Männliche Spitzmaulnashörner sind sehr territorial – daher hat die Ankunft von Tytan zu vielen interessanten Dynamiken geführt. Maxwell hat den Ort seines Mittagsschlafs n den Zaun neben dem Weg verlegt, den die Waisen in den Wald nehmen. Unser altes Nashorn markiert sein Revier. Anfangs sprintete Tytan immer an Maxwells Gehege vorbei, insbesondere an der Ecke mit dem Misthaufen. Aber das ist nun vorbei. In den letzten Tagen hat Tytan begonnen, Max herauszufordern, indem er seinen Kot auf der anderen Seite des Zauns hinterlässt. An den meisten Tagen hält er an, um an derselben Stelle zu koten, und bekräftigt damit, dass er hierher gehört und dass dies auch sein Revier ist.

Eines Tages, als Tytan den Weg hinaufstapfte, stand Max auf der anderen Seite des Zauns. Als Tytan sein Geschäft verrichtete, stürmte Max auf den Zaun zu. Wir forderten ihn auf, damit aufzuhören, aber er war entschlossen, das junge Nashorn in seine Schranken zu weisen. Natürlich bestand keine Gefahr, da ein sehr stabiler Zaun zwischen dem großen und dem kleinen Nashorn stand, aber Max hat seine Botschaft laut und deutlich vermittelt! Die beiden Bullen werden sich mit der Zeit aneinander gewöhnen.

Andere Nashornbeziehungen sind weniger stürmisch. Während Max die Gesellschaft seiner ansässigen Warzenschweine genießt, ist Tytan mit Zebra Notty befreundet. Die beiden gehen zusammen in den Wald, etwas später als die Elefanten, und lassen sich in der Regel in der Nähe des Stallgeländes nieder, um zu grasen. Nachdem sie sich den Bauch vollgeschlagen haben, legen sie sich hin, schlafen aber nicht wirklich, sondern ruhen sich nur gemeinsam auf dem Gras aus. Das ungleiche Gespann verbringt die meiste Zeit des Tages nur wenige Meter voneinander entfernt!

 

Monatsbericht für die Voi-Gruppe: November 2025

Der November war ein wunderbarer Monat in Voi, denn wir durften zwei neue Elefantenenkel in unserer Patchworkfamilie willkommen heißen. Am 12. November wachten mit einer aufregenden Nachricht auf – Ex-Waise Naipoki hatte in der nacht einen kleinen Jungen zur Welt gebracht! Die frischgebackene Mutter besuchte das Stallgelände, um ihren Sohn den Keepern vorzustellen, die sie großgezogen hatten. Als Naipoki und Baby Nsimba den Weg hinaufkamen, herrschte große Aufregung. Sowohl Noch- als auch Ex-Waisen begrüßten sie mit Kollern und ausgestreckten Rüsseln. Naipoki blieb eine Weile in der Nähe, um ihren kleinen Jungen allen zu zeigen. Mbegu, die ehemalige Matriarchin der Voi-Herde, war als Kindermädchen im Einsatz und blieb ganz in der Nähe des kleinen Nsimba. Unbeeindruckt vom Baby und nicht bereit, ihren Ablauf anzupassen, setzte Losoito ihr übliches morgendliches Staubbad fort.

Am nächsten Tag kam es zu einem großen Drama. Die Stimmung war ausgelassen, da Baby Nsimba da war, und alle begannen aufgeregt, sich gegenseitig umherzujagen. Als Godoma und die Ex-Waisen zum Fluss rannten, sprinteten Juni, Hildana, Kilulu, Seri, Akina, Itinyi, Epiya, Baraka, Dabida, Sholumai, Mushuru und Ushindi hinter ihnen her. Wir folgten ihnen mit unserem Fahrzeug, konnten sie aber im Dickicht nicht finden. Ein Hubschrauber wurde losgeschickt, um nach den Elefanten zu suchen, konnte jedoch nur Sholumai und Mushuru ausfindig machen, die zusammen mit Ngilai, Murit, Mbegu, Rorogoi, Naipoki und dem kleinen Nsimba unterwegs waren. Mit Naipokis Hilfe wurden die beiden Mädchen zurück zum Stallgelände gebracht – aber die anderen waren nirgends zu sehen. Dann, gegen 4 Uhr morgens, brachte die kluge Godoma den Rest unserer Ausreißer aus dem Wald nach Hause. Sie führte Juni, Akina, Hildana, Kilulu, Seri, Itinyi, Dabida, Ushindi, Baraka und Epiya den Weg hinauf zum Stallgelände. Die Keeper öffneten die Gehege und unsere Ausreißer (als auch ihre Retterin) schlurften in ihre Nachtlager, begleitet von einem Chor aus Kollern. Godoma verbrachte die Nacht in ihrem alten Gehege.

Die Feierlichkeiten gingen schon am 17. November weiter, als Ex-Waise Mbirikani kam mit einem wunderschönen kleinen Baby-Bullen ins Stallgelände. Sie war in Begleitung von Arruba, Ndii, Mudanda, Suswa, Pika Pika, Mweya und ihren Babys Mwangaza und Mwitu, die wir seit vielen Monaten nicht mehr gesehen hatten. Unsere Waisen begrüßten die Besucher, insbesondere Mbirikani und Baby Mica, mit aufgeregtem Trompeten und Herumtrampeln.

Nachdem Naipoki uns geholfen hatte, die weggelaufenen Waisen zurück nach Hause zu bringen, kehrte sie für den Rest des Monats nicht mehr nach Voi zurück. Im Gegensatz dazu kamen Mbirikani und Co. weiterhin fast jeden Morgen zu Besuch. Natürlich wollten alle unsere Elefantenkühe unbedingt mit den in freier Wildbahn geborenen Babys Mwangaza und Mica spielen, aber das war nicht möglich, da Pika Pika und Mwitu sie nicht in ihre Nähe ließen. Die beiden Kindermädchen umringten die Babys und ließen sie keine Minute allein.

Unsere Ex-Waisen, jetzt selbst Mütter, sind jedoch großzügiger – sogar unsere „Kali-Leitkuh“ Mweya (Kali ist Suaheli und bedeutet stark)! Die pfiffige Lemeki wollte unbedingt Zeit mit der einjährigen Mwangaza verbringen und schmiedete einen Plan. Sie ging langsam rückwärts auf das kleine Mädchen zu, in der Hoffnung, dass dessen Mutter dies nicht bemerken würde. Aber natürlich bemerkte Mweya es. Anstatt das enthusiastische Kindermädchen zu verjagen, entfernte sie sich jedoch und ließ Lemeki und Juni Zeit mit Mwangaza verbringen. Lemeki ist im Laufe der Jahre sehr reif geworden, obwohl sie nach wie vor herrlich flatterhaft und leicht ablenkbar ist – selbst jetzt, wo sie die angesehene Position der Mini-Matriarchin der Voi-Herde innehat. Obwohl sie sich um alle Waisen kümmert, hat sie klare Favoriten: ihren „kleinen Bruder“ Thamana, den stämmigen Losoito und den coolen, ruhigen und gelassenen Rokka, der auch als ihr Stellvertreter fungiert.

Obwohl Sileita eine der jüngsten Waisen in Voi ist, hat sie immer noch ihre eigene kleine Herde, die aus ihren Freundinnen Mushuru und Sholumai aus der Nursery besteht. Sie beobachtet die beiden aufmerksam und lässt sie nie aus den Augen. Wir haben festgestellt, dass Sileita insofern Ndotto ähnelt, als sie im Wasser nicht gerne untertaucht. Stattdessen steht sie am Ufer und beobachtet Sholumai und Mushuru beim Planschen.

Die clevere Busara ist immer auf der Suche nach mehr Milch. Zweimal in diesem Monat trank sie ihre übliche Portion bei der ersten Milchfütterung, nur um dann zurückzukommen und sich in die nächste Fütterungsgruppe zu schleichen, um eine zusätzliche Flasche zu stehlen. Beim ersten Mal gelang es ihr, eine zusätzliche Flasche zu ergattern, bevor wir merkten, dass sie bereits gefüttert worden war. Beim zweiten Mal waren wir jedoch auf ihre Tricks vorbereitet! Im Gegensatz zu Losoito, die schon vor der Fütterung lautstark nach ihrer Milch brüllt und mit voller Kraft losrennt, beeilt sich Busara nie. Die Prinzessin von Voi weiß, dass ihre Milch auf sie wartet, egal wie spät sie kommt!

Manche Tage sind voller Drama. An einem Morgen waren die Waisen voller Energie und Aufregung. Der angeberische Kilulu rannte vor dem Stallgelände auf und ab, machte Ärger, schubste alle herum und zog die Aufmerksamkeit auf sich. Als er Epiya anrempelte, reagierte sie mit einem trompetenden Wutanfall.

Ein Update aus der „Voi-Krankenstation“: Serenget geht es gut und ihre Verletzung verheilt. Wir möchten, dass sie sich noch etwas besser einlebt, bevor sie mit der Herde hinausgeht, aber wir sind mit ihren Fortschritten zufrieden.

Chapeyu verbringt seine Tage weiterhin in seinem Gehege, das groß genug ist, damit er darin herumlaufen kann. Er ist gesund und nimmt an Gewicht zu, möchte sein Gehege jedoch nicht verlassen. Wir werden ihn nicht drängen, obwohl wir wissen, dass er bereit ist, die Krankenstation zu verlassen. Leider ist die kleine Samaa am 15. November verstorben. Ihre Beinverletzung war schwerwiegender als zunächst angenommen.

Der November endete mit einer freudigen Rückkehr. Nachdem die Herde eines Morgens zum Grasen aufgebrochen war, schlenderte Ex-Waise Ndotto ins Stallgelände. Wir waren sehr überrascht, den sanften Riesen zu sehen und wissen, dass auch Naipoki, Nsimba, Rorogoi, Mbegu und Ngilai in der Gegend sein müssen, da er zuletzt mit dieser kleinen Herde gesehen worden war. Diesen Monat gab es sehr wenig Regen, insbesondere in diesem Teil von Tsavo-Ost. Wir hoffen sehr, dass es bald Nachschub gibt, ansonsten stehen uns schwierige Zeiten bevor.

 

Monatsbericht für die Ithumba-Gruppe: November 2025

Auch in Ithumba war der November geprägt von der Geburt zweier neuer Elefantenenkel, die innerhalb von 24 Stunden zur Welt kamen. Der 22. November hielt zwei neue Babys und den Besuch zweier unserer geliebten Ex-Waisenbullen bereit, was für ein Tag! Die Feierlichkeiten begannen früh am Morgen, als Nasalot und ihre Söhne Nusu und Noah mit einer besonderen Überraschung ankamen: einem wunderschönen kleinen Mädchen! Die stolze Mutter und ihre Jungs war in Begleitung von Mundusi, der Noahs bester Freund und Ehrenmitglied von Nasalots Familie ist. Wir schätzten, dass ihr kleines Mädchen, das wir Nala nannten, etwa zwei Wochen alt war.

Am selben Abend kehrten Musiara und Jotto nach langer Zeit wieder einmal „nach Hause“ zurück. Anfang des Monats waren unsere Piloten unerwartet auf die beiden gestoßen, die weit von Ithumba entfernt waren und Hilfe brauchten – Jotto hatte sich das Bein verletzt und musste behandelt werden. Er erinnerte sich an seine menschliche Familie und ließ sich spontan im Busch behandeln, während Musiara ruhig zusah. Obwohl nur aus der Ferne, konnten wir Jottos Heilungsfortschritte beobachten. Auch jetzt humpelte er zwar noch leicht, aber sein Bein schien schneller zu heilen als wir ursprünglich erwartet hatten. Aber es war noch nicht genug mit den Überraschungen! Aus dem Westen kam Mutara mit ihrem Erstgeborenen Mambo – und einem brandneuen kleinen Baby-Bullen, den wir Mango nannten! Sie hatte wenige Stunden zuvor entbunden und sich sofort auf den Weg nach Ithumba gemacht, um ihr Neugeborenes den Menschen vorzustellen, die sie großgezogen hatten. Mambo ist ein beschützender großer Bruder und hinderte den hoffnungsvollen Suguroi daran, zu ihm zu gelangen. Mango scheint aktiver zu sein als Mambo in diesem Alter.

Der Rest des Novembers war schön und eher ruhig. Es war ein relativ ruhiger Monat, aber die Waisen schafften es dennoch, ihr eigenes Drama zu inszenieren. Eines Morgens stießen sie beim Grasen auf vier Warzenschweine. Bondeni, Shujaa, Choka, Loldaiga und Suguroi stürmten auf die Eindringlinge zu und trompeteten. Die Warzenschweine drehten sich mit hochgereckten Schwänzen auf ihren Hufen um und rannten nach Osten. Die fünf Waisen versuchten, ihnen zu folgen, aber für die Schweine war es ein Leichtes, ihnen zu entkommen. An einem anderen Tag entdeckten Mukutan, Shujaa und Vaarti ein paar Schakale. Die drei jungen Bullen stürmten trompetend auf sie zu. Die Schakale warteten nicht, sondern rannten davon, bevor die drei Elefanten sie einholen konnten.

Auch nach all den Jahren verwöhnen Kinyei und Kindani ihren nicht mehr ganz so kleinen Bruder Bondeni noch immer. Daran wurden wir an einem Nachmittag erinnert, als Bondeni sich mit Esoit beim Sparring vergnügte. Kinyei, der zufällig vorbeikam, unterbrach das Spiel und trennte die beiden Bullen. Die Bullen sind wahrscheinlich das konkurrenzorientierte Geschlecht unter den Elefanten, da sie ständig ihre Kräfte messen – aber auch Kühe mögen Wettkämpfe! Eines Tages ließen sich die Waisen in der Gegend von Kone nieder, um zu grasen. Bondeni, Olorien und Kinyei wetteiferten darum, wer die Blätter der höchsten Bäume erreichen konnte, indem sie auf Felsen stiegen, um größer zu sein. Kinyei gewann den Wettstreit, da sie etwas größer ist als die anderen beiden.

Die kühlen Tage im Laufe des Monats bestimmten, wer sich beim Suhlen beteiligen würde. An einem Nachmittag nahmen nur Kinyei, Mayan, Mageno, Lodo, Shujaa, Weka und Loldaiga teil. Die anderen liefen lediglich durchs Wasser und machten sich die Füße nass. An einem anderen Tag waren Lodo, Naleku, Suguroi und Mageno die Stars des Tages und genossen ein ausgedehntes Suhlen. Shujaa und Weka, unsere beiden Rabauken, halten zusammen. Eines Morgens gesellten sich Olare, Baby Ola, Sagateisa, Enkikwe und Nabulu zum Frühstück zu den Waisen. Ola versuchte, Weka zu schubsen, aber Shujaa, der Weka dicht auf den Fersen war, ließ das unter seiner Aufsicht nicht zu. Er schubste das aufmüpfige Baby mit Nachdruck weg. Ola rannte los, um Shujaa bei ihrer Mutter zu verpetzen, aber als sie diese erreichte, hatten sich Shujaa und Weka bereits aus dem Staub gemacht.

Genau wie wir Menschen haben auch Elefanten manchmal einen schlechten Tag. Eines Morgens hatte Lodo miese Laune und ließ diese an den Jüngeren aus. Die Keeper ermahnten ihn, aber Roho beschloss, die Angelegenheit auf seine eigene Weise zu regeln, indem er Lodo angriff und ihn zu einem Ringkampf zwang. Diese Ablenkungstaktik funktionierte, und Lodo konzentrierte sich darauf, sich gegen Roho zu verteidigen, anstatt die Jüngeren zu schikanieren. Letzten Monat verließ Naleku die Herde, um als Kindermädchen für die Babys der Ex-Waisen deren Herde anzuschließen. Seitdem hat Suguroi die Rolle der Mini-Matriarchin übernommen. Sie ist für diese Rolle bestens geeignet: entschlossen, sachlich und beschützend. An den meisten Vormittagen führt sie die Waisen zum Grasen und hält dann im Allgemeinen alle im Auge.

Der Monat endete mit einem Drama um Wendi. Sie tauchte mit ihren Töchtern Wiva, Wema und Wimbi am Stallgelände auf. Wendi gab ihre mütterlichen Pflichten auf, kam direkt zum Parkplatz und begann, das Fahrzeug zu untersuchen, auf der Suche nach etwas zu fressen. Nachdem sie für ausreichend Ärger gesorgt hatte, schlenderte sie mit ihren Töchtern, Olsekki, Makena, Namalok und Mapia im Schlepptau davon. Leider gab es in diesem Monat nur sehr wenig Regen, obwohl Ithumba mehr Niederschläge erhielt als andere Teile Tsavos. Wir hoffen, dass der Dezember mehr Glück bringt.

 

Monatsbericht für die Kibwezi-Gruppe in Umani Springs: November 2025

Murera ist eine launische werdende Mutter – und wir wissen nie, wie ihre Stimmung gerade ist!

An manchen Tagen ist sie liebevoll und ruhig, an anderen ist sie gereizt und macht aus der kleinsten Kleinigkeit eine große Sache. An einem Morgen wachte sie besonders gereizt auf. Maktao drang in „ihren“ Futterbereich ein, und schon war die Hölle los. Murera stürzte sich auf den sanften Bullen und schubste ihn in Richtung Gebüsch. Auch Enkesha rannte aus Sicherheitsgründen davon, und alle außer Mwana folgten ihr. Mwana weiß, dass Murera ihr gegenüber niemals eine Grenze überschreiten würde.

Wenn Murera in einer ihrer Phasen ist, geben ihr die Waisen Freiraum, bis sich ihre Laune bessert. Am Tag des Vorfalls mit Maktao machten alle vorsichtig einen grossen Bogen um sie. Schließlich signalisierte ihr leises Kollern, dass sie wieder zu sich gekommen war und alle zu ihr zurückkommen konnten. Sonje und Lima Lima, die sich von Mureras Stimmungsschwankungen nicht beeindrucken lassen, gingen als erste zu ihrer Freundin zurück.

Die kleine Mwana wird langsam groß, aber sie liebt Schmetterlinge immer noch genauso wie als Baby. Eines Nachmittags flatterte eine Wolke weißer Schmetterlinge an ihr vorbei und erfüllte sie mit Begeisterung. Sie versuchte, die hübschen Insekten zu jagen und zu fangen, aber sie war zu langsam und stolperte, als sie ihnen hinterherlief.

Es ist so interessant, die Dynamik zwischen den kleinen Bullen zu beobachten. Eines Nachmittags begleiteten Quanza und Kiasa Zigi zurück zu seiner Mutter, damit er gestillt werden konnte. Lenny kam bald darauf herbeigelaufen, was Zigi in höchste Alarmbereitschaft versetzte – er dachte, der notorisch gierige Lenny wolle bei seiner Mutter säugen. Zigi spitzte die Ohren und war zum Angriff bereit. Mwana und Enkesha griffen schnell ein und brachten Lenny weg, bevor es Ärger gab, aber Lenny war bereit, sich zu behaupten. Die Bullen geben niemals nach – egal wie groß sie sind. Das Gleiche gilt für Kapei und Maktao, die sich täglich gegenseitig auf die Probe stellen. Keiner von beiden gibt jemals nach, aber beide wissen, dass sie ihre Auseinandersetzungen von Murera fernhalten müssen, die ein solches Verhalten nicht tolerieren würde.

Aber es gibt nicht immer Streit unter den Babys. Zigi, Lenny und Sulwe wachsen als Geschwister auf – und genau wie Geschwister streiten sie sich in einem Moment und vertragen sich im nächsten. Eines Nachmittags legte Zigi seinen Kopf auf Sulwes kleine Beine, während beide zufrieden im Schlamm lagen.

Mitte des Monats hatten wir einen besonderen Besuch von Ziwa. Die Keeper riefen seinen Namen, und als er sie hörte, kollerte er zur Begrüßung. Mwashoti und Maktao gingen direkt auf ihn zu, um ihn mit Rüsselumarmungen zu begrüßen, was bald in freundliches Schubsen überging. Mwashoti war begeistert, einen Spielkameraden mit ebenso langen und starken Stoßzähnen wie er zu haben – etwas, das er vermisst, wenn er mit den jüngeren Bullen Maktao und Kapei spielt. An einem anderen Tag gab es ein freudiges Wiedersehen mit Kiombo. Er war lange Zeit mit seinen wilden Freunden unterwegs gewesen, aber nachdem der Regen eingesetzt war, beschloss Kiombo, dass es Zeit war, zurückzukehren. Wir konnten sehen, dass Murera sich freute, ihn zu sehen – sie schüttelte ihre Füße und drehte ihren Rüssel zur Begrüßung.

In Tsavo gab es diesen Monat kaum Regen, aber der Kibwezi-Wald und die Chyulu-Hügel wurden mit reichlich Niederschlag gesegnet. Alle Waisen fanden frisches Gras und sprießende Vegetation vor. Nach vielen trockenen Monaten begann sich der Kibwezi-Wald wieder in seine übliche, saftig-grüne Landschaft zu verwandeln.

Unsere Babys freunden sich mit wilden Babys an. Eines Tages begegneten die Waisen einer wilden Herde in der Nähe der Umani-Quellen. Die freundliche Amali ging hin, um sie zu begrüßen, und wurde von einer der wilden Kühe willkommen geheißen. Maktao begleitete sie, für den Fall, dass es Probleme geben sollte. Amali war sehr froh über seinen Schutz – Maktao ist ein guter großer Bruder.

Es scheint, dass Maktao sich langsam von der Milch entwöhnt. Eines Morgens weigerte er sich, seine Flasche zu trinken. Die Keeper versuchten es wieder und wieder, aber er zeigte weiterhin kein Interesse. Die zusätzliche Milch wurde daher Kapei gegeben, der eine Gelegenheit witterte und die Flasche aufmerksam beobachtete. In dem Moment, als sich der Keeper mit der Flasche umdrehte, streckte Kapei seinen Rüssel nach vorne und schnappte sie sich. Maktaos Verlust war Kapeis Gewinn!

Wir wurden mit mehreren Besuchen unserer Ex-Waisenbullen Jasiri, Faraja und Alamaya verwöhnt. Unsere Begegnung mit Faraja war ziemlich lustig: Es begann, als wir Elefanten von den Kenzili-Hügeln brüllen hörten. Als wir näher kamen, fanden wir Faraja mit wilden Bullen, die wie miteinander rangen. Als Faraja merkte, dass die größeren Bullen ihn besiegt hatten, rannte er davon und kehrte zu seiner Ersatzfamilie zurück, um seinen verletzten Stolz zu pflegen.

Enkesha ist eine wunderbare große Schwester. Eines Nachmittags griff sie ein, als Kapei und Maktao Mwana mit böswilligen Absichten ins Visier nahmen. Enkesha sah, wie sich Kapeis lange Beine Mwana näherten, die nichts davon ahnte, und wusste, dass er sich darauf vorbereitete, sich auf sie zu stürzen. Sie stellte sich schnell zwischen den schelmischen Bullen und Mwana, bevor sie das kleine Mädchen zu ihrer Mutter begleitete. Als es in Umani zu regnen begann, begaben sich Lima Lima und ihr Team auf eine „Safari” in die Wildnis und wir sahen sie über eine Woche lang nicht. Mwana, Amali und Enkesha waren alle verstimmt und verbrachten viele Vormittage damit, vergeblich nach ihren Freunden zu suchen.

Und dann, nach mehreren Tagen – die unseren lieben kleinen Kindermädchen wie ein Jahrhundert vorgekommen sein müssen –, hörten wir tief im Wald Elefanten brüllen. Amali und Mwana rannten auf die Geräusche zu, da sie sicher waren, dass es Lima Lima, Sonje und Zongolonis Gruppe war, die sich auf dem Heimweg meldeten. Als sie sich gegenseitig sahen, überholte Lenny alle und rannte direkt auf Murera zu. Murera begrüßte ihn wie einen Sohn – sie war so glücklich, dass alle wieder zu Hause waren.

Der Monat endete mit einem schönen Besuch am Morgen. Unter den Besuchern waren Faraja, Mwashoti und ein freundlicher wilder Bulle. Tatsächlich war er so höflich, dass die Keeper dachten, Faraja und Mwashoti hätten ihm verraten, wie er mit den Waisen umgehen müsse. Die Jungen – einschließlich ihres neuen Begleiters – blieben den ganzen Tag bei den Waisen und genossen am Abend ein schönes Pellet-Festmahl mit Lima Lima und ihrer Gruppe. Alle zogen danach wieder friedlich in den Busch, wobei der neue Bulle von Faraja und Mwashoti begleitet wurde.

 

Monatsbericht für die Kaluku-Waisen: November 2025

Wir sind zuversichtlich, dass wir diesen Monat einige oder alle der vermissten „Ithumba 6“ gesehen haben! Wie Sie sich vielleicht erinnern, sind Kitiak, Ahmed, Tingai, Taabu, Elerai und Rafiki Ende 2023 von der Nursery nach Ithumba umgezogen. Nur wenige Tage nach ihrer Ankunft erschreckte ein Kudu die Waisenkinder und versetzte sie in Flucht. Es folgte eine mehrtägige Suche zu Lande und aus der Luft, aber sie waren wie vom Erdboden verschwunden (Zum Nachlesen des Monatsberichts 12/2023 hier entlang…). Wir haben mehrere bestätigte Sichtungen von Kitiak in der Nähe von Kaluku, der für seine Größe lange Stoßzähne und eine markante Narbe hat. Er scheint sich einer kleinen Herde angeschlossen zu haben, die von zwei Matriarchinnen angeführt wird – einer Herde, von der wir nun vermuten, dass sie einige (oder alle) der übrigen „Ithumba 6“ aufgenommen hat! Die Herde umfasst eine ungewöhnlich hohe Anzahl junger Elefanten, die etwa im Alter unserer Ausreißer sind, und die unmöglich alle Nachkommen der Herde sein können. Es ist eine sehr glückliche, gesunde kleine Gruppe, und wir sind sicher, dass unsere Waisen dazu gehören.

Unseren Kaluku-Elefanten geht es sehr gut. Toto, Mwinzi und Natibu setzten ihr Training fort und gewöhnten sich an den Transport-Lkw, der sie zum nächsten Schritt ihrer Auswilderung bringen würde. Die geschäftige Korbessa ist noch nicht ganz bereit für diesen Schritt, aber sie begleitete die Gruppe dennoch, um den Ablauf zu beobachten. Sie schien ein wenig verärgert über die ganze Aufmerksamkeit, die den Bullen zuteil wurde, und holte sich auf ihre ganz eigene Weise die Aufmerksamkeit zurück – indem sie ihren Rüssel wie einen Propeller mit Höchstgeschwindigkeit herumwirbelte. Alle unterbrachen, was sie gerade machten, um ihre Akrobatik zu bewundern! Am Ende des Monats änderten wir jedoch unsere Pläne: Tsavo erhielt nicht den erhofften Regen im November, sodass wir beschlossen, den Umzug von Toto, Mwinzi und Natibu auf das nächste Jahr zu verschieben. In unserem Beruf muss man immer flexibel sein!

Natibu ist fasziniert von dem verwaisten Nilpferd, das derzeit in Kaluku lebt. Sein Becken liegt nur einen Steinwurf vom Schlammbad entfernt, sodass Natibu es sich zur Gewohnheit gemacht hat, sich mittags davonzuschleichen, um einen Blick darauf zu werfen. Je nach Laune beobachtet das Nilpferd Natibu entweder, während es im Pool untergetaucht ist und seine runden Augen und Ohren knapp über dem Wasserspiegel herausschauen, oder es watschelt zum Zaun und begrüßt Natibu mit weit geöffnetem Maul. Natibu weiß nicht so recht, was er von dem großen, schwerfälligen Tier halten soll!

Korbessa bekommt morgens keine Flasche Milch mehr, aber sie möchte trotzdem immer als Erste aus ihrem Gehege kommen. Die Keeper wissen, dass sie als Erste herausgelassen werden muss, sonst droht ein schrecklicher Wutanfall. Toto und Mwinzi haben kein Problem damit, die zweite Geige zu spielen.

Unsere kleine Kaikai hatte einen wunderbaren Monat. Derzeit befindet sie sich im kleinen Stall, wo sie es genießt, die einzige zu sein. Sie ist eine echte Prinzessin – genau wie Korbessa – und sagt ihren Keepern gerne, was richtig und was falsch ist. Wenn man sie in eine Richtung führen möchte, die ihr nicht gefällt, dreht sie sich um und führt alle in eine neue Richtung. Tatsächlich hatte Keeper Joseph diesen Monat einen bemerkenswerten Moment mit Kaikai. Sie gingen wie so oft in Richtung Hippo Beach, als sie plötzlich stehen blieb, ihren kleinen Rüssel in die Luft hob, mit dem Wind eine Fährte aufnahm und ihren Kopf hin und her drehte. Sie warnte ihn, dass etwas vor ihnen lag. Tatsächlich hörte Joseph wilde Elefanten, die sich außerhalb seines Blickfeldes bewegten. Dank ihrer Warnung konnten sie eine potenziell gefährliche Begegnung vermeiden.

 

Aus dem englischen Original (Quelle: Sheldrick Wildlife Trust) übersetzt mit www.DeepL.com/Translator (kostenpflichtige Version), editiert von Kristina Rösel; Fotos mit freundlicher Genehmigung des Sheldrick Wildlife Trust

Die Waisen im Juni

Losoito

Monatsbericht für die Nursery-Gruppe in Nairobi: Juni 2025

Nach dem Umzug von Sileita im letzten Monat übernimmt Kerrio die Rolle der Matriarchinmmit Weka als ihrer Stellvertreterin. Obwohl Latika und Kamili älter sind, hat bisher keine von beiden das Talent oder den Wunsch gezeigt, eine Führungsrolle zu übernehmen: Latika ist wählerisch, was ihre Zuneigung angeht, und Kamili lebt nach ihrem eigenen Kopf. „Die Waisen im Juni“ weiterlesen