Monatsbericht für die Nursery-Gruppe in Nairobi: Dezember 2025
Der Dezember brachte ein aufregendes neues Kapitel für unsere großen Mädchen aus der Nursery. Der Monat begann mit dem Umzugstraining für Kerrio, Latika und Kamili. Diese jungen Kühe hatten einen besonders schwierigen Start und werden von der üppigen Umgebung des Kibwezi-Waldes profitieren. Ab dem ersten Tag des Trainings gaben wir ihnen ihre gesamte Tagesration Milch im – oder in der Nähe des – Lkw. Wie zu erwarten war, weigerten sich alle drei, beim ersten Versuch auch nur einen Fuß auf die Rampe zu setzen.
Taroha ist derzeit der „sanfte Onkel” unserer Nursery-Herde. Im Gegensatz zum schelmischen Pardamat ist er ein fürsorglicher Bulle, dem alle Mitglieder der Herde vertrauen. Obwohl er Stoßzähne hat, setzt er diese niemals aggressiv ein und kümmert sich gerne um die Babys. Eines Nachmittags standen Daba und Alia in der Nähe von Taroha, der als Leibwächter fungierte und sie regelmäßig mit seinem Rüssel tätschelte. Pardamat hingegen hat keine Stoßzähne, liebt es aber, seine Dominanz zu behaupten. Glücklicherweise hat er in Olomunyak einen willigen Sparringspartner gefunden. Olomunyak ist jünger und kleiner als Pardamat, hat aber bereits zwei winzige Stoßzähne. Dennoch passen die Bullen gut zueinander.
Arthi ist ein entspannter Kerl, dem es nichts ausmacht, nicht im Mittelpunkt zu stehen. Die älteren Mädchen passen immer auf ihn auf, aber sie machen kein großes Aufheben um den jungen Bullen. Kipekee dagegen beansprucht den größten Teil ihrer Aufmerksamkeit, aber das stört Arthi überhaupt nicht. Allerdings kann er auch sehr ehrgeizig sein! Er liebt es, der Anführer zu sein.
Gegen Mitte des Monats nahmen Kamili und Latika ihre Milch entspannt im Umzugs-Lkw entgegen, aber Kerrio weigerte sich immer noch standhaft, einzusteigen. Doch schließlich gelang uns ein Durchbruch – dank Wamata und Kipekee! Als wir Kerrio, Kamili und Latika eines Morgens um 9 Uhr von ihrem Futterplatz im Wald zum Lkw zurückbrachten, sahen wir zwei kleine Elefanten hinter uns herlaufen. Wamata und Kipekee waren aus der Herde weggelaufen, um den großen Mädchen zu folgen. Anstatt sie zurückzutreiben, gaben wir ihnen die Möglichkeit, den Trainingsprozess zu beobachten. Zu unserer großen Überraschung ging Kerrio zum ersten Mal direkt auf die Rampe, um ihre Milch zu trinken. Irgendwie hatte die Anwesenheit von Wamata und Kipekee ihre Einstellung verändert.
Die Zeiten mögen sich ändern, aber Kipekee ist die unangefochtene Königin. An einem Nachmittag war wieder Kipekee-Badetag – mit allem Drum und Dran. Sie trank ihre Milch und machte sich dann mit den Kindermädchen Kamili, Mzinga, Kerrio und Latika im Schlepptau direkt auf den Weg zum Schlammbad. Das Baby lag auf dem Bauch und rollte sich herum, während die vier älteren Mädchen um sie herum und über ihr im Schlamm standen. Es erstaunt uns, dass niemand jemals auf sie tritt! Keines der älteren Waisen durfte in die Suhle, bis die kleine Prinzessin herausgeklettert war, um sich mit Dreck zu bewerfen. Der 15. Dezember war ein bedeutsamer Tag für unsere Nursery – Umzugstag! Es war Zeit, sich von Kerrio, Kamili und Latika zu verabschieden. Am frühen Morgen waren wir alle auf den Beinen und bereiteten uns vor, während die drei großen Mädchen spürten, dass etwas vor sich ging.
Zuerst luden wir Latika auf den Lastwagen, dann Kamili. Beide Elefanten mussten lange überredet werden. Zu unserer Überraschung leistete Kerrio den geringsten Widerstand. Sie zögerte zwar, ging aber schließlich von selbst hinein. Während Talek, Taroha, Nyambeni und Mzinga im Hintergrund trompeteten, luden wir die Milch und Luzerne für die Reise ein, schlossen die Türen und verabschiedeten uns von Kerrio, Kamili und Latika. Sie wurden von zwei Keepern begleitet und kamen im Morgengrauen sicher in unserer Auswilderungsstation in Umani Springs an, um dort den nächsten Abschnitt ihres Lebens zu beginnen.
Wie wir erwartet hatten, ist Muridjo die neue Mini-Matriarchin, mit Nyambeni und Mzinga als ihre Stellvertreterinnen. Muridjo war schon immer eine verspielte Elefantenkuh, ist aber im letzten Jahr sehr fürsorglich geworden. Es ist bemerkenswert zu beobachten, wie die Mädchen die Herde selbst verwalten. Eines Tages schubste Arthi Kipekee, nachdem er seine Milch getrunken hatte, und sie fiel hin. Muridjo eilte zur Hilfe. Da Arthi wusste, dass er sich schlecht benommen hatte, verließ er die Suhle und gab sich selbst eine Auszeit im Gebüsch, während Muridjo Kipekee mit ihrem Rüssel berührte und überprüfte, ob sie sich nicht verletzt hatte. Muridjo, Mzinga und Nyambeni ließen den kleinen Jungen für den Rest der Zeit nicht in die Nähe der Suhle – sondern schickten ihn in die Ecke!
Monatsbericht für die Voi-Gruppe: Dezember 2025
Der Dezember begann sofort mit einem Highlight – dem Besuch vieler Elefanten, darunter auch zwei neue „Enkel“! Nach vielen Monaten kam Edie mit ihrer großen Herde Ex-Waisen zum Stallgelände. Sie kam mit ihren Kindern Eden, Ella, Eco und Enzo sowie den lange verschollenen Panda und Kihari, die ihre neugeborenen Babys Panya und Kiki vorstellten. Sagalla, Kenia, Arruba, Tahri, Ndoria und Araba, die sich etwa eine Woche zuvor Mweyas Herde angeschlossen hatten, kamen ebenfalls. Dicht dahinter folgte Mweya mit den Babys Mwitu und Mwangaza, Mbirikani und Baby Mica, Naipoki und Baby Nsimba, Ndii, Suswa, Arruba, Mbegu, Ndotto, Pika Pika, Ngilai, Tagwa, Tamiyoi, Murit und Godoma. Diese riesige Herde von 32 Ex-Waisen schloss sich unserer Herde von 22 Noch-Waisen an – es wurde also eng an der Tränke mit insgesamt 54 Elefanten! Mit Ausnahme der in freier Wildbahn geborenen Babys sind alle anderen hier in unserer Voi-Auswilderungsstation aufgewachsen.
Nach der Milchfütterung am Nachmittag, die außerhalb des Stallgeländes stattfand, kam ein weiterer lange verschollener Ex-Waisenbulle an. Tundani, der fast vier Jahre nicht gesehen wurde, schloss sich der Herde an und ging sogar in sein altes Gehege, um Chapeyu dort anzutreffen. Die beiden Bullen standen eine kurze Zeit nebeneinander, bevor Tundani weiterzog, um die anderen Ex-Waisenbullen einzuholen. Der 6. Dezember war ein großer Tag für Chapeyu. Seit seiner Rettung im Februar hatte er sein Gehege nur einmal verlassen. An allen anderen Tagen weigerte er sich schlichtweg. An diesem Morgen gelang es uns jedoch, ihn zu überreden, sich den anderen Elefanten anzuschließen. Als Chapeyu herauskam, jagten sich die anderen gegenseitig, um ihn zu begrüßen. Lemeki stand an Chapeyus Seite und versuchte, jegliches Raufen zu verhindern.
Nachdem er sich eine Weile mit allen abgegeben hatte, verließ Chapeyu das Stallgelände und stieg auf den Gipfel des Mzinga-Bergs, wo er alleine graste und sich offenbar wieder sammelte. Später gesellten sich Ndotto und Lasayen zu ihm, und die drei Bullen standen ruhig beieinander. Fünf Tage später, an einem strahlenden Vormittag, kamen die Ex-Waisen Naipoki, Baby Nsimba, Mbegu, Tagwa, Tamiyoi, Ngilai, Ndotto, Tundani, Mudanda und Araba – mit Chapeyu im Schlepptau. Er sah gut aus und schlenderte zum Frühstück ins Gehege. Wir waren erfreut zu sehen, wie nahtlos sich Chapeyu in die Gruppe der Ex-Waisen integriert hatte.
Sileita, Sholumai und Mushuru, die im Mai nach Voi gekommen sind, haben sich gut eingelebt. Sie bilden jedoch weiterhin eine kleine Herde, mit Sileita als Matriarchin. Daran wurden wir eines Morgens erinnert, als Rokka sich an Sileita schmiegte und sie dazu drängte, mit ihr in den Busch zu ziehen. Sileita wehrte sich, weil sie so Mushuru und Sholumai nicht im Auge hatte, die noch Luzerne fraßen. Sie rührte sich nicht von der Stelle, bis ihre beiden Freundinnen fertig waren. Ringkämpfe sorgten auch im Dezember wieder für viel Unterhaltung.
Mit elf Jahren hatte sich Ndotto zu einem stattlichen Bullen entwickelt – aber das hinderte ihn nicht daran, immer mal wieder nostalgisch zu sein. Eines Tages stand er still hinter der Reihe der Babys, die die Milchflasche bekamen, und hob seinen Rüssel, um selber eine abzubekommen. Da er viel zu alt für Milch war, wurde er zum Futtertrog geführt. Unseren jungen Elefanten in Voi geht es gut und sie werden von Monat zu Monat selbstbewusster. Vor allem Ashanti scheint aufzublühen. Sie hat eine besondere Pose, wenn sie im Schlamm spielt und sich mit hochgereckten Beinen herumwälzt. Das zieht oft Aufmerksamkeit auf sich, und einmal kletterte der freche Kilulu auf ihren Bauch und lag dort mit schwenkendem Rüssel.
Da Lemeki die Rolle der Matriarchin der Herde übernimmt, wird sie zunehmend verantwortungsbewusster gegenüber den anderen Elefanten und weniger liebevoll gegenüber Menschen. Sie kümmert sich besonders um ihre adoptierten Babys Losoito und Rokka. In der Herde gibt es auch andere fähige Mini-Matriarchinnen, darunter Juni, Akina, Kenderi und Epiya. Baraka, Busara und Ashanti werden von ihnen gut versorgt, während Sileita weiterhin Sholumai und Mushuru hütet.
Thamana bleibt der älteste und stärkste Bulle in der Waisen-Herde, aber Kilulu scheint auch Ambitionen zu haben. Mehrfach forderte er Thamana zu Ringkämpfen heraus. Angesichts seines deutlich geringeren Alters ist es unwahrscheinlich, dass Kilulu derzeit Erfolg haben wird – er sollte sich besser auf seine Altersgenossen Itinyi und Hildana konzentrieren.
Neues aus der Krankenstation: Serenget geht es gut, aber sie bleibt in ihrem Gehege und läuft noch nicht mit der Herde mit. Trotz ihres jungen Alters weigert sie sich, Milch zu trinken. Weder Flasche noch Eimer haben sie bisher überzeugen können. Sie wird zwar ausreichend ernährt, aber wir wünschen uns, dass sie Milch trinkt, und werden es weiter versuchen.
Am Weihnachtstag kamen besonders viele Besucher. Im Morgengrauen trafen Mweya und die Babys Mwitu und Mwangaza, Panda und Baby Panya, Mbirikani und Baby Mica, Naipoki und Baby Nsimba, Kenia, Ndii, Mudanda, Arruba, Pika Pika, Ndotto, Ngilai, Murit, Mbegu, Tagwa und Tundani im Stallgelände ein. Nur Kihari und Baby Kiki, Rorogoi, Tamiyoi, Araba und Godoma tauchten nicht auf. Mit über 40 Elefanten war der Bereich vor den Gehegen bis zum Rand gefüllt.
Am zweiten Weihnachtsfeiertag kam nach Einbruch der Dunkelheit ein weiterer besonderer Besucher: Gegen 21:30 Uhr schaute Laikipia, der fast ein Jahr lang weg gewesen war, kurz auf einen abendlichen Besuch vorbei. Die Waisen waren bereits in ihren Gehegen, erkannten aber dennoch ihren alten Freund und begrüßten ihn mit Kollern. Laikipia blieb für eine Weile und verschwand dann wieder in die Nacht.
Am Silvestertag hatte die kleine Panya das Sagen. Sie stürmte frontal auf Epiya zu und begann dann, Sileita und Mushuru zu schubsen, die beide sanft mit ihr umgingen. Panda hielt Wache, ließ ihr Baby aber frei agieren.
Monatsbericht für die Ithumba-Gruppe: Dezember 2025
Der Monat begann mit einem Drama um Wendi. Sie mag zwar ein wildes Leben führen, aber die 23-jährige Schelmin weiß immer noch, wie man eine Welle des Chaos auslöst! Der besagte Morgen begann ganz friedlich, als unsere Waisen ihre Milchflaschen bekamen und dann hinausgingen, um Luzerne zu fressen. Plötzlich tauchte die freche Wendi mit ihren beiden Babys Wiva und Wimbi auf. Das Drama nahm sofort seinen Lauf, sie jagte die Keeper und verursachte Aufruhr, alles kam zum Stillstand, während die Waisen sie mit offenen Mündern anstarrten.
Der Besucher am nächsten Morgen war das Gegenteil. Als die Waisen aus ihren Gehegen kamen, wartete dort ein Freund auf sie, die elfjährige Ex-Waise Tusuja. Alle freuten sich sehr, ihn zu sehen, und Roho begann sofort, mit ihm zu spielen. Vaarti begann, auf Kitich zu klettern, und Choka kam hinzu, um überall mitzumachen. Roho spielte weiterhin friedlich mit Tusuja, während Bondeni sich an einem Felsen kratzte. Später am Morgen des 2. Dezember erwartete uns eine wunderbare Überraschung. Leitkuh Nasalot kam mit Ithumbah und ihrem neugeborenen Mädchen im Schlepptau. Dies ist Ithumbahs zweites Kälbchen nach Iman. Das Baby, das wir Iris nannten, sah kräftig und lebhaft aus, war aber sehr schüchtern. Sie kamen zusammen mit Nusu, Noah, Nala, Mundusi, Naleku und Namalok.
Nasalots Familie war diesen Monat regelmäßig zu Besuch. Ihrer kleinen Tochter Nala, die im November geboren wurde, geht es sehr gut. Naleku hat sich nun vollständig in ihre ehemalige Waisenherde integriert und hilft als Kindermädchen aus. (Auf Nasalots schelmische Söhne Nusu und Noah scheint dahingehend kein Verlass!) Es ist schön zu sehen, dass unsere babybegeisterte Naleku sich so gut in ihrer neuen Rolle eingelebt hat und glücklich ist.
Der 7. Dezember war ein ganz besonderer Tag, denn wir lernten nicht nur ein Enkelkind, sondern auch einen Urenkel unseres Waisenprojektes kennen. Früh am Morgen wachten wir auf und fanden die Gruppen von Kinna, Wendi und Yatta vor den Gehegen wartend. Wir merkten schnell, dass dies kein gewöhnlicher Besuch war: Yattas älteste Tochter, die 13-jährige Yetu, stellte uns ihr neues Baby vor! Yasmin, wie wir sie genannt haben, ist Yetus zweites Kälbchen und Yattas zweites Enkel. Obwohl Yetu nur ein Leben in freier Wildbahn kennt, hatte sie schon immer eine tiefe Verbindung zu der menschlichen Familie, die ihre Mutter großgezogen hat. Sie war genauso aufgeregt wie jeder Ex-Waise, ihr Baby den Keepern vorzustellen, und führte Yasmin stolz durch Ithumba. Die Feierlichkeiten des Tages waren noch nicht vorbei: Kurz vor 21 Uhr, als alle Waisen in ihren Gehegen schlummerten, kam Suguta mit ihrem erstgeborenen Sohn, einem kleinen Bullen, im Stallgelände an. Sie wurde von Larro, Sana Sana und Naboishu begleitet. Die kleine Gruppe beschloss, die Nacht zur Sicherheit des Neugeborenen im Stallgelände zu verbringen. Wir nannten Sugutas Sohn Sullivan.
Am nächsten Morgen gesellten sich zu Suguta, Sullivan, Sana Sana, Larro und Naboishu noch Ithumbah, Iman, Iris, Sunyei, Siku, Saba, Subiri, Wendi, Wiva, Wema, Wimbi, Karisa und zwei wilde Bullen. Nachdem die Waisen um sechs Uhr ihre Milch getrunken hatten, ging Muwingu voran und direkt zur Tränke, während Suguroi sich Ithumbah und Iman anschloss, um sich um Iris zu kümmern. Kurz darauf entfernte sich Suguroi, um sich mit Sullivan vertraut zu machen.
In Ithumba gibt es eine interessante Dynamik unter den Leitkühen. Nachdem mehrere ältere Waisen die Herde verlassen hatten und in die Wildnis gezogen waren, sah Suguroi ihre Chance gekommen und krönte sich selbst zur Mini-Matriarchin. Das war kaum überraschend – die Keeper bezeichnen Suguroi als ihre hauseigene Olympionikin, da sie noch nie einen Wettbewerb gesehen hat, den sie nicht gewinnen wollte. Allerdings ist es die langsame, aber stetige Kinyei, die die eigentliche Mini-Matriarchin von Ithumba ist. Sie ist geduldig, besonnen und weise. Die Herde schaut auf sie als wichtige Anführerin, während Suguroi einfach alle von A nach B scheucht.
Die Waisen versuchen ihr Bestes, um nach außen einschüchternd zu wirken – mit gemischtem Erfolg! Eines Morgens kamen zwei Büffel in der Nähe der Waisen vorbei, als sie gerade grasten. Lodo, Roho, Choka, Suguroi und Mayan stürmten los und trompeteten, um die Büffel zu verscheuchen. Die Büffel ließen sich von dem Lärm nicht stören und machten weiter, als ob die Elefanten nicht existierten.
Am 14. Dezember lernten wir ein weiteres Enkelkind kennen. Diese Ankunft war besonders berührend, da die Mutter – Makena – auf ihrem Weg zur Mutterschaft viele Schwierigkeiten durchgemacht hatte. Stellen Sie sich also unsere Überraschung und Freude vor, als Makena mit einem wunderschönen, neugeborenen Mädchen im Stallgelände ankam. Sie wurde von Olare, Ola, Maramoja, Naseku, Sagateisa, Roi, Ndiwa, Gawa, Sunyei, Siku, Saba und Subiri begleitet. Es war ein kurzer Besuch, der eindeutig dem Zweck diente, ihr neues Baby ihrer Menschenfamilie vorzustellen. Selbst in der kurzen Zeit, die sie bei uns verbrachten, konnten wir jedoch sehen, dass Makena überglücklich war. Sie war fleißig, kümmerte sich liebevoll um ihre Tochter und zeigte sie überall stolz herum. Wir nannten ihr kleines Mädchen Merri.
Auf Muwingu muss man immer ein Auge haben! Eines Nachmittags setzten sich Muwingu, Choka, Shujaa und Mukutan von der Herde ab und grasten in einiger Entfernung. Die Keeper wurden misstrauisch, da sie sich über Muwingus Absichten, eine kleine Gruppe wegzuführen, unsicher waren. Sie kennen sie gut – alles ist möglich, wenn Muwingu das Sagen hat, da sie leicht eine Gruppe locken und innerhalb kürzester Zeit verschwinden kann. Die Keeper ließen das nicht zu und brachten die kleine Gruppe zurück zum Rest der Herde.
Es ist lustig zu sehen, wie einige Waisen ständig Quatsch im Kopf haben, während andere das Leben sehr gemächlich angehen. Nachdem sie eines Morgens ihre Milch getrunken hatten, gingen Shujaa, Kinyei, Olorien und Bondeni zu einem nahe gelegenen Wasserloch und spritzten sich Wasser hinter die Ohren, bevor sie zum Fressen zurückkehrten. Auf dem Rückweg holten die Waisen Lodo und Roho ein, die zurückgeblieben waren, offenbar weil sie wussten, dass sie im Wasserloch eh nur Wasser bekommen würden, das sie überall trinken konnten.
Der letzte Tag des Jahres war ruhig und wunderschön. Kurz nachdem sie das Stallgelände verlassen hatten, gingen Mukutan, Kitich, Choka und Esoit zur Tränke hinunter, wo sie darauf warteteten, dass die Luzerne verteilt wird. Kindani und Muwingu machten es sich auf einem nahe gelegenen Felsen bequem, um sich den Bauch zu schubbern, während Loldaiga Mayan zu einem Ringkampf herausforderte. Nachdem die Waisen genug Luzerne gefressen hatten, führte Suguroi sie zum Grasen. Um elf Uhr vormittags führte Mageno die Gruppe zur Mittagsfütterung. Die Waisen tranken ihre Milch und rollten sich kurz darauf im Dreck. Nachdem sie genug davon hatten, führte Muwingu die Gruppe zurück zum Stallgelände.
Wir kamen nicht umhin, über das vergangene Jahr in Ithumba zu reflektieren: Wir trafen 13 neugeborene Kälber (oder wie wir sie nennen, Enkelkinder), die von ehemaligen Waisen geboren wurden, die durch unser Waisenprojekt gerettet, aufgezogen und wieder in die Wildnis entlassen wurden, sowie ein „Urenkelkind”, das von Yetu geboren wurde. Außerdem begrüßten wir fünf Neuankömmlinge aus der Nairobi-Nursery in der Ithumba-Herde: Weka, Shujaa, Mageno, Kitich und Muwingu. Jetzt sind wir bereit für 2026!
Monatsbericht für die Kibwezi-Gruppe in Umani Springs: Dezember 2025
Jede Mutter hat ihren eigenen Stil. Daran wurden wir Anfang Dezember erinnert, als Lima Lima die Gruppe zusammenhielt, während Sonje mit Sulwe alleine davonlief. Lima Lima versucht immer, die Herde zusammenzuhalten, und hilft den anderen dabei, sich um alle Babys zu kümmern, während Sonje gerne ihr eigenes Ding macht. Anfang des Monats waren Kapei und Maktao wieder dabei. Sie sind beliebte Spielkameraden und Sparringspartner. Trotz ihres Altersunterschieds – Kapei ist fünf, Maktao acht – sind die beiden jungen Bullen gut aufeinander abgestimmt. Während Maktao mit seinen langen Stoßzähnen dominiert, hat Kapei einen cleveren Trick auf Lager: Er klettert auf eine Anhöhe, um größer zu wirken. Der friedliebende Mwashoti, der mit seinen elf Jahren beide weit überragt, schreitet normalerweise ein, wenn er sieht, dass die Situation eskaliert.
Lenny ist, da gibt es nichts zu beschönigen, ein verwöhntes Balg. Eines Morgens kehrte er früh zu Murera zurück und stellte fest, dass sie nicht in der Stimmung war, ihn zu stillen. Er flehte sie immer wieder an, aber sie ignorierte ihn. Das zwang Lenny dazu, sehr laut zu brüllen, woraufhin alle Elefanten zurückkamen, um zu sehen, was los war. Als sie ankamen und sich ein Bild von der Situation machten, ignorierten die Kindermädchen Lenny – sie wussten, wie verwöhnt er war.
Quanza könnte in Balzstimmung sein. Im Gegensatz zu ihren Artgenossinnen, die inzwischen alle Mütter sind, hat sie bisher wenig Interesse daran gezeigt. Aber Mitte des Monats tauchte sie mit einem wilden Bullen auf. Er folgte ihr in vorsichtiger Entfernung, schien aber sehr angetan von Quanza zu sein. Vielleicht bekommt sie in nicht allzu ferner Zukunft selbst ein Baby!
Obwohl er in freier Wildbahn lebt, bleibt Mwashoti der hingebungsvolle Onkel unserer Umani-Herde. Oft schläft er am Eingang des Stallgeländes und wartet darauf, dass die Herde aufwacht. Auch wenn er jetzt groß und stark ist, ist er immer höflich und respektvoll. Die Waisen beschützen ihre Keeper mit großer Hingabe. Eines Morgens hatte sich eine Gruppe Büffel vor dem Tor des Stallgeländes versammelt und blockierte die Keeper. Lima Lima und ihr Team kamen gerade rechtzeitig, als die Keeper Unterstützung brauchten. Lima Lima trompetete laut, um die Büffel zu verscheuchen, während die anderen Elefanten Rückendeckung gaben. Mwashoti und Quanza griffen die Eindringlinge an und machten den Weg frei, damit die Keeper sich um die Herde kümmern konnten. Aber auch die Waisen beschützen sich gegenseitig mit aller Kraft. Später im Monat wurden Amali und Mwana von einem Krokodil in den Quellen überrascht. Mwana schrie und alarmierte damit alle Kindermädchen. Murera ging auf Angriff, was Sonje und ihre Gruppe aus den Hügeln herbeirief. Lima Lima, Mwashoti, Lenny und Sulwe schlossen sich zur Unterstützung an. Die Mütter hatten bereits die Kontrolle übernommen, und Amali und Mwana wurden sicher weggebracht und kehrten unverletzt zurück.
Einige unserer wildlebenden Bullen waren diesen Monat abwesend, wahrscheinlich genossen sie das frische Grün nach dem Regen. Faraja tauchte ein paar Mal mit wilden Freunden im Schlepptau auf, und Alamaya kehrte nach langer Abwesenheit an Weihnachten zurück. Ziwa, Jasiri und Kiombo, der wohl mit seiner neuen Adoptivfamilie beschäftigt ist, haben wir nicht gesehen. Der 15. Dezember war ein ganz besonderer Tag. Es war fast fünf Jahre her, dass Umani Springs einen Neuzugang aus Nairobi hatte, und wie immer schienen die Waisen zu spüren, dass etwas im Gange war. Murera und ihre Gruppe kamen als erste aus den Gehegen und genossen draußen ihre Pellets, während Lima Lima und die anderen „Nachtschwärmer” etwas später als gewöhnlich eintrafen und so den normalen Aufbruch der Herde in den Wald verzögerten. Die Elefanten trödelten nur einen Steinwurf von den Gehegen entfernt herum, als wüssten sie, dass sie nicht weit gehen sollten. Als der Umzugs-Lkw durch den Wald fuhr, trieben Murera und Lima Lima die Herde zurück zum Stallgelände. Die Elefanten versammelten sich unter lautem Kollern und Trompeten, und die kleinen Lenny, Mwana, Sulwe und Zigi – die noch nie die Ankunft eines Umzugs-Lkw miterlebt hatten – rannten mit hochgereckten Rüsseln auf den Lastwagen zu. Murera führte die Prozession an, wie es sich für den Anführer von Umani gehörte, während Mwashoti direkt auf die Türen des Lastwagens zuging und überlegte, wie er die Neuankömmlinge selbst herauslassen könnte.
Die Neuankömmlinge brachten eine neue Herdendynamik mit sich, die eine kurze Eingewöhnungsphase erforderte. Anfangs war Kapei nicht besonders freundlich und sah die neuen Mädchen wie eine Zielscheibe an, die er herumschubsen konnte. Quanza beobachtete seine Bewegungen genau und schritt bei Bedarf ein. Die jungen Kühe ließen sich von seinem Verhalten nicht beirren – sie waren viel zu sehr damit beschäftigt, das grüne Paradies zu erkunden, in dem sie sich nun befanden. Kerrio, Kamili und Latika begannen sofort nach dem Ausladen aus dem Umzugs-Lkw zu schlemmen und haben seitdem nicht wirklich aufgehört!
Kiasa und Amali waren bestrebt, die neuen Mädchen von Zigi, Sulwe und Lenny fernzuhalten, da sie diese als „ihre” Babys betrachteten. Von Kiasa, die schon immer etwas unberechenbar war, war dieses aufdringliche Verhalten zu erwarten, aber Amalis Unhöflichkeit enttäuschte uns. Am Ende des Monats wurde sie jedoch zugänglicher. Die liebenswerten Enkesha und Mwana waren von Anfang an freundlich und spielten gut mit Latika, Kamili und Kerrio.
Murera ist in ihrer zweiten Schwangerschaft und hat begonnen, Mwana und ihren geliebten „Neffen“ Lenny vom Säugen zu entwöhnen. Lenny war über diese Veränderung unglücklich und machte seine Gefühle lautstark deutlich. Am Weihnachtstag näherte er sich Murera vorsichtig, in der Hoffnung, dass sie vielleicht großzügig sein würde. Er hatte Glück – sie streckte ihr Vorderbein nach vorne und erlaubte ihm, zusammen mit Mwana zu säugen. Lenny mag zwar gierig sein, aber er wird auch langsam erwachsen – tatsächlich haben er und Sulwe diesen Monat ihren ersten Geburtstag gefeiert. Eines Morgens ging Zigi zu Lenny hinüber und begann, mit ihm zu raufen, ihn zu schubsen und mit seinem kleinen Rüssel zu schlagen. Lenny blieb ruhig und benahm sich wie ein großer Bruder. Obwohl er sich hätte wehren können, ließ er Zigi austoben, da er wusste, dass dieser das Nesthäkchen der Herde ist.
Der Dezember war ein besonderer Monat für unsere Umani-Familie. Zum ersten Mal seit vielen Jahren haben wir drei neue Waisen aus der Nursery in unserer kleinen Herde willkommen geheißen. Lenny und Sulwe feierten ihren ersten Geburtstag – Lenny am 4. Dezember und Sulwe am ersten Weihnachtsfeiertag. Beide sind in den letzten zwölf Monaten deutlich gewachsen. Wir sind gespannt, was das Jahr 2026 für unsere Familie im Kibwezi-Wald bereithält!
Monatsbericht für die Kaluku-Waisen: Dezember 2025
Unsere kleine Kaikai wird mit jedem Tag größer, stärker und – wenn das überhaupt möglich ist – noch selbstbewusster. Wir wiegen sie alle zwei Wochen, und an Silvester brachte sie stolze 159,5 Kilogramm auf die Waage – beeindruckend für ein so junges Elefantenmädchen! Vorerst bleibt sie noch im Stall für Neugeborene, obwohl sie bereits begonnen hat, sich den Waisen bei ihren täglichen Ausflügen anzuschließen. Während Kaikais Ausflügen zur Herde hat sich Toto als sehr freundlicher „großer Bruder” erwiesen – was angesichts seiner Höflichkeit und Sanftmut kaum verwunderlich ist. Kaikai fühlt sich in seiner Gegenwart sehr wohl. Dies hat zu einer gewissen Eifersucht bei Korbessa geführt, die Kaikai ganz für sich allein haben möchte und neidisch auf die Aufmerksamkeit ist, die sie von außen bekommt!
Natibu hingegen ist ein richtiger Schelm. Er liebt es, alle und jeden zu jagen, anzurempeln und zu necken, unabhängig von Tierart oder Größe. Die kleine Kaikai bildet da keine Ausnahme. Wenn sie in die Herde kommt, versucht er, sie zu besteigen, als wäre sie eine seiner Altersgenossinnen oder Spielkameradinnen. Ein strenger Fingerzeig der Keeper erinnert ihn normalerweise an seine Manieren – es sei denn, Kaikai kommt ihm zuvor! Sie ist sehr selbstständig und reagiert auf jedes tyrannische Verhalten mit einem festen Kopfstoß. Obwohl sie die kleinste Elefantin und das einzige Mädchen in unserer Hauptherde in Kaluku ist, hat Korbessa weiterhin das Sagen. Es ist tatsächlich sehr amüsant zu beobachten, wie sie alle so lenkt, dass der Tag genau so verläuft, wie sie es möchte.
Nirgendwo wird dies deutlicher als beim Suhlen. Oft wartet sie, bis alle Bullen sich ausgelassen haben, bevor sie ihre eigene Schlammpackung genießt. Sie wälzt sich im Schlamm, zappelt wie ein Fisch hin und her und schlurft dann zum Wassertrog, um in aller Ruhe zu trinken. Sie liebt immer noch ihre charakteristische Froschpose, bei der sie flach auf dem Bauch liegt und ihre Beine in alle Richtungen ausstreckt. Die Bullen warten unterdessen schon seit mehreren Minuten darauf, zur nächsten Aktivität überzugehen – aber sie wissen, dass sie ihre Froschprinzessin nicht hetzen dürfen! Erst wenn sie bereit ist, macht sich die Gruppe gemeinsam auf den Weg.
Wir hatten diesen Monat einen wunderbaren Moment mit Mwinzi. Normalerweise ist er ein so ruhiger, gelassener Bulle – aber an einem unvergesslichen Morgen war er ausgelassen, unbeschwert und in der Stimmung, anzugeben. Als die Herde in den Busch aufbrach, fiel ihm ein großer, robuster Schlauch ins Auge. Er konnte einfach nicht widerstehen. Er rollte sich darauf, versuchte einen spontanen Kopfstand, kickte ihn hin und her und versuchte dann, seinen großen Körper in das Loch des Reifens zu quetschen. Die Keeper rollten ihn zu ihm, er kickte ihn zurück, und so ging es weiter. Es war ungewöhnlich, aber wunderbar, ihn so verspielt zu sehen!
Aus dem englischen Original (Quelle: Sheldrick Wildlife Trust) übersetzt mit www.DeepL.com/Translator (kostenpflichtige Version), editiert von Kristina Rösel; Fotos mit freundlicher Genehmigung des Sheldrick Wildlife Trust


